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21. Etappe der Tour de France Pogacar für einmal geschlagen: Van der Poel gewinnt in Paris

  • Mathieu van der Poel gewinnt die 21. und letzte Etappe der diesjährigen Tour de France auf den Champs Élysées.
  • Der Niederländer setzt sich mit Tadej Pogacar ab und rettet sich knapp vor dem Feld ins Ziel.
  • Der Gesamtsieg geht an Pogacar, der sich seiner Sache dank einer virtuellen Ziellinie bei Rennhälfte früh sicher sein kann.

Eigentlich hätte Tadej Pogacar (UAE Team Emirates) die 21. und letzte Etappe der Tour de France gemütlich angehen können. Dank einer virtuellen Ziellinie 48 km vor dem eigentlichen Finish stand der 5. Gesamtsieg des Slowenen bereits während des letzten Teilstücks fest. Doch der Hunger des Überfliegers war augenscheinlich noch nicht gestillt. Der Slowene fuhr munter vorne mit und lancierte beim zweiten von drei Aufstiegen hinauf zur Sacré-Cœur de Montmartre einen ersten Angriff.

Pogacars Antritt konnte zunächst nur Mathieu van der Poel (Alpecin - Premier Tech) folgen, später schlossen Remco Evenepoel (Red Bull bora-hansgrohe) und Mads Pedersen (Lidl-Trek) auf. Das hochkarätige Quartett – sämtliche vier Fahrer holten sich bereits den WM-Titel im Strassenrennen – wurde jedoch vom klein gewordenen Feld auf den leicht abfallenden Champs Élysées wieder eingeholt.

Beim letzten Aufstieg setzten sich Pogacar und van der Poel im Beisein von tosenden Zuschauermassen erneut ab. Das Duo nahm den letzten Kilometer gemeinsam in Angriff, ehe Pogacar rund 500 Meter vor dem Ziel den grossen Anstrengungen der letzten Wochen Tribut zollen musste. Der Slowene liess van der Poel ziehen, der sich mit letzter Kraft gegen das jagende Feld behauptete. Vor Teamkollege Jasper Philipsen ging der prestigeträchtige Sieg an den Niederländer.

Del Toro weit zurück

Das letzte Teilstück der Tour war von geplanten 133 km auf 89 km verkürzt worden. Das französische Innenministerium entschied am Samstag, einen Teil der ursprünglich für die Absicherung der Schlussetappe eingeplanten Sicherheitskräfte abzuziehen. Die Einheiten sollen stattdessen die Einsatzkräfte in den von den Bränden betroffenen Regionen Frankreichs unterstützen.

Die Fahrer absolvierten zwei zusätzliche Runden auf den Champs-Élysées, bevor sie zum Rundkurs am Montmartre fuhren. Nach einem gemächlichen Beginn wurde in Paris mächtig aufs Tempo gedrückt. Von der virtuellen Ziellinie profitierte nicht zuletzt Isaac Del Toro. Der Gesamtdritte schaffte den Anschluss ans Feld nicht mehr und erreichte das Ziel mit grossem Rückstand.

Die Tour de France endete auch aus Schweizer Sicht erfolgreich. Yannis Voisard aus dem Schweizer Team Tudor schloss das Rennen bei der Premiere an seinem 28. Geburtstag auf dem 11. Rang ab. Der Jurassier hielt in den Bergen mit der zweiten Garde der Kletterer mit. Auch Mauro Schmid überzeugte. Als Puncheur feierte er einen Tagessieg und wurde zweimal Zweiter.

Tour de France

SRF info, sportlive, 26.07.2026, 17:45 Uhr ; 

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