Armstrong soll Sieg gekauft haben

Neue Vorwürfe gegen Lance Armstrong: Gemäss Aussagen eines italienischen Fahrers soll der Texaner 1993 einen Sieg gekauft haben.

Lance Armstrong mit nachdenklicher Mimik. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Korruption Nach dem Doping-Geständnis sieht sich Armstrong mit weiteren Vorwürfen konfrontiert. Reuters

100'000 Dollar soll Lance Armstrong 1993 bezahlt haben, um sich das Gesamt-Preisgeld von einer Million Dollar in einer amerikanischen Rennserie zu sichern. Dies erklärte der italienische Fahrer Roberto Gaggioli im Corriere delle Sera.

Ein Weihnachtskuchen und viele Scheine

Die Geldübergabe gestaltete Armstrong laut Gaggioli originell: «Damals
ist ein junger Kollege auf mich zugekommen und hat mir einen Kuchen samt Geschenk überreicht. In der Schachtel waren 100'000 Dollar in kleinen Scheinen. Und der betreffende Kollege war Lance Armstrong», liess sich Gaggioli zitieren.

Kur vor Ende des Rennens fuhren Armstrong und Gaggioli in einer Ausreissergruppe an die Spitze. Der Italiener - eigentlicher Favorit auf den Sieg - liess den US-Star danach ohne Gegenwehr ziehen. «Ich habe mich umgedreht, um den Anschein zu erwecken, dass sein Fluchtversuch für mich überraschend kommt. Und er hat überlegen gewonnen», so Gaggioli.