Zum Inhalt springen

Header

Video
Cancellara: «Habe das Maximum herausgeholt»
Aus sportlive vom 18.07.2016.
abspielen
Inhalt

Rad Ausgepumpter Cancellara: «Konnte es keinen Meter geniessen»

Für Fabian Cancellara war die 16. Tour-de-France-Etappe mit Ankunft in Bern eine emotionale Angelegenheit. So richtig konnte der Ende Saison abtretende Schweizer die Ankunft in seiner Heimat nicht geniessen.

«Dass die Tour nach Bern kommt, hat sicher einen ganz, ganz grossen Teil dazu beigetragen, dass ich bei der Tour überhaupt dabei bin», sagte Cancellara nach der Ankunft in seiner Heimat.

Und viel hatte am Ende nicht gefehlt, um dem beeindruckenden Tour-Palmarès des 35-Jährigen just in seiner Heimat ein weiteres Kapitel hinzuzufügen.

Achterbahnfahrt der Gefühle

Im Massensprint in der Berner Altstadt erkämpfte sich Cancellara, umringt von zahlreichen routinierten Sprintern, den starken 6. Rang. So richtig glücklich war er darüber aber nicht. «Ich konnte sprinten, zu mehr hat es nicht gereicht. Ich wusste, dass ich hier in meiner Heimat einen Bonus habe, aber halt keinen Kräftebonus mehr», erklärte der am Saisonende abtretende Schweizer.

Alle haben gesagt, ich soll es geniessen. Aber das ist zu einfach gesagt.
Autor: Fabian Cancellara

Das Feld, welches um 12:40 Uhr im französischen Jura gestartet war, hatte fast geschlossen das Stadtgebiet von Bern erreicht. Zeit zum Geniessen blieb Cancellara auf der 209 Kilometer langen Etappe aber kaum. Dafür seien die letzten Tage zu hart gewesen.

«Alle haben immer gesagt, ich solle es geniessen. Aber geniessen konnte ich es keinen Meter. Die Hitze war da, es wurde schnell gefahren, auf den letzten Kilometern war es sehr hektisch – von geniessen zu reden, wäre zu einfach», so Cancellara.

Fabian Cancellara in Bern.
Legende: Ein gefragter Mann Fabian Cancellara in Bern. Keystone

Eine Nacht im eigenen Bett?

Geniessen wird Cancellara auch den Ruhetag am Dienstag nicht können. Ob Interviews, Doping-Tests oder sonstige Verpflichtungen, der 35-Jährige ist in seiner Heimat ein gefragter Mann. «Ich will nicht jammern, aber alles ist mehr geworden, das ganze Rundherum», sagte ein müde wirkender Cancellara.

Wenn wir am Mittwoch aus Bern rausfahren, bin ich sicher dabei.
Autor: Fabian Cancellara

Und wie sieht es mit einer Nacht zu Hause im eigenen Bett aus? Immerhin wohnt der Berner gleich um die Ecke. «So weit habe ich noch gar nicht überlegt. Klar könnte ich nach Hause, das wäre nicht das Problem. Aber das würde auch die Routine der letzten zwei Wochen über den Haufen werfen», so Cancellara.

Cancellara setzt Tour fort

Ein vorzeitiger Ausstieg aus der Frankreich-Rundfahrt ist für den Schweizer, der im Gesamtklassement mit rund zweieinhalb Stunden Rückstand an 118. Stelle liegt, vorerst kein Thema. «Wir werden die Situation nun neu analysieren und schauen dann. Aber wenn wir am Mittwoch aus Bern rausfahren, bin ich sicher dabei», verriet Cancellara.

Video
Ganz knappe Sache: Die Zielankunft in Bern
Aus sportlive vom 18.07.2016.
abspielen

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 18.07.2016, 13:50 Uhr

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von markus kohler  (nonickname)
    Es bestand offenbar nie die Absicht, dass Cancellara die Etappe gewinnen dürfe. Jeder weiss, dass er dazu einige Kilometer vor Ankunft hätte angreifen müssen, einen Sprint gegen Sagan und Co. zu gewinnen ist für ihn unmöglich. Sein Team hätte ihn dazu unterstützen müssen was nicht konsequent geschah. Cancellara hat in seiner Karriere vieles richtig gemacht, sein Händchen punkto Teamwahl war aber nicht sehr glücklich. Trek hat Cancellara gestern im Stich gelassen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Rolf Bolliger  (robo)
      Sie haben es richtig analysiert, Herr Kohler: Trotzdem alle Teams und deren Fahrer wussten, was Cancellara in seiner langen Karriere sportlich geleistet hat und dass Bern sein Wohnort ist, durfte der Berner keine "Hilfe" oder Möglichkeit eines Etappensiegs in seinem letzten Sportjahr erhoffen! Das zeigt, wie hart (alles ums Geld) die weltgrösste Velorundfahrt geführt und verwertet wird! Trotzdem, ganz herzliche Gratulation zum 6. Rang bei der Zieldurchfahrt in der Heimat von Fabian Cancellara!
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Hugo Hans  (Fachs&Duchs69)
    Super Karriere vo dir Fäbu!! Hets immer wider spass gmacht dir zuezluege
    Ablehnen den Kommentar ablehnen