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Rad Barguil macht Franzosen glücklich – Landa macht Boden gut

Warren Barguil hat an Frankreichs Nationalfeiertag für einen französischen Sieg gesorgt und die 13. Etappe der Tour de France gewonnen. Keinen geruhsamen Tag verbrachte Leader Fabio Aru.

Legende: Video Franzose Barguil schnappt sich den Tagessieg am 14. Juli abspielen. Laufzeit 2:32 Minuten.
Aus sportaktuell vom 14.07.2017.

Mit nur 101 Kilometern versprach die 13. Etappe von Saint-Girons nach Foix nach dem gestrigen Umsturz im Gesamtklassement trotz ihrer Kürze Hochspannung. Gleich drei Bergpreise der zweithöchsten Kategorie galt es für die Fahrer zu bewältigen.

Den Tagessieg sicherte sich am 14. Juli ausgerechnet Warren Barguil, der als erster Franzose seit 2006 wieder am Nationalfeiertag gewinnen konnte. Und er holte Verpasstes nach: Auf der 9. Etappe hatte der 25-Jährige fälschlicherweise den Etappensieg bejubelt, das Zielfoto kürte aber schliesslich Rigoberto Uran zum Sieger.

Das Podest der 13. Etappe:

  • 1. Warren Barguil (Fr)
  • 2. Nairo Quintana (Kol)
  • 3. Alberto Contador (Sp)
  • (4. Mikel Landa (Sp) +0:02)
Leader Fabio Aru.
Legende: Ohne Helfer unterwegs Leader Fabio Aru. Imago

So lief die Etappe

Barguil war Teil einer 4-köpfigen Spitzengruppe, die sich am letzten Aufstieg zusammengeschlossen hatte. Der Franzose war aus diesem Quartett der einzige, der im Gesamtklassement keine Ambitionen hatte und einzig auf den Tagessieg aus war.

Die übrigen Fahrer, allen voran Mikel Landa und Nairo Quintana, konnten durch ihre Flucht 1:48 Minuten auf Fabio Aru und Chris Froome gut machen. Die beiden Favoriten erreichten das Ziel zusammen mit einer Verfolgergruppe.

Das Gesamtklassement:

  • 1. Fabio Aru (It)
  • 2. Chris Froome (Gb) +0:06
  • 3. Romain Bardet +0:25

An der Spitze des Gesamtklassementes ergaben sich keine Änderungen. Landa, Teamkollege von Froome im Team Sky, belegt neu den 5. Platz und liegt nur noch gut eine Minute hinter Spitzenreiter Aru zurück. Quintanas Rückstand auf den Italiener beträgt nur noch knapp über 2 Minuten.

So geht es weiter

Die Etappe am Samstag bietet eine weitere Gelegenheit für erfolgreiche Ausreissversuche. Leader Aru dürfte sich auf dem 181,5 Kilometer langen Teilstück erneut mit zahlreichen Attacken konfrontiert sehen, sind auf den letzten 70 Kilometer doch gleich mehrere kleinere Anstiege zu bewältigen.

Sendebezug: SRF info, sportlive, 14.07.2017, 14:10 Uhr

Fuglsang muss aufgeben

Jakob Fuglsang hat die Tour im Laufe der 13. Etappe aufgeben müssen. Der Däne, einer der wichtigsten Helfer von Fabio Aru, war am Mittwoch gestürzt und hatte sich am linken Handgelenk kleinere Brüche zugezogen.

4 Kommentare

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  • Kommentar von E. Waeden (E. W.)
    Das war wirklich eine sehr gefreute Etappe. So sollten Radrennen sein. Und man stellte fest: Sky verwaltet vor allem Gelb, wenn der Leader es trägt, kontrolliert das Feld & die Abstände zu Fluchtgruppen, Froom fährt nach Wattzahlen & bei so unberechenbaren Etappen, wo sie ihr Konzept nicht durchziehen können, klappt es dann auch mit den Andockstationen nicht & Landa vermutlich noch mit Wut im Bauch hat sein Ding durchgezogen. Vielleicht gibt es deshalb noch Konsequenzen für ihn?
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  • Kommentar von EHC Oute (ehco)
    War das eine geile Etappe! Ich habe kein Facebook und möchte eine Frage zur Tour stellen: "Kann es einen positiven Effekt haben, wenn zwei Ausreisser zwar aus verschiedenen Teams kommen jedoch aus dem selben Land? Und wie geht man vor wenn man angreifft? Tritt man einfach an und schaut wer von den anderen Teams mitkommt oder spricht man sich vorgängig mit den Gegner ab resp. fragt man sogar konkret jemand (aus dem eigenen Land) an? Würde mich über eine Antwort freuen
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    1. Antwort von Master Royale (maro)
      Absprachen sind zwar möglich, doch die Nationalität spielt keine Rolle. Die persönlichen Interessen spielen vielmehr eine Rolle. Heute hatte Landa Aussicht auf gelb und Contador wollte näher an die Spitze kommen. Deshalb haben die beiden lange gut funktioniert....
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      Wobei ich meine, dass Sympathie, sind sie nur zwei, drei od. vier in einer Fluchtgruppe schon auch noch eine Rolle spielt. Damit man zusammen harmoniert. Wenigstens solange es noch weit bis ans Ziel ist. Aber an erster Stelle steht natürlich schon das Interesse der Mannschaft inkl. Sponsoren & sportlichem Leiter. Und vor einer Etappe wird ja innerhalb Mannschaften immer die Taktik besprochen & wer man allenfalls in eine Fluchtgruppe schicken will.
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