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Rad Froome ohne Fahrrad bei Chaos-Etappe

Chris Froome hat nach einem Zusammenstoss mit einem Kameramotorrad viel Zeit auf der 12. Etappe der Tour de France verloren. Dank einem Jury-Entscheid behält der Brite das gelbe Trikot.

  • Chris Froome fährt ein gutes Rennen, ehe er in ein Kamera-Motorrad kracht und viel Zeit verliert.
  • Die Jury entscheidet jedoch darauf, dass die durch den Sturz eingebüsste Zeit gutgeschrieben wird.
  • Belgien triumphiert am französischen Nationalfeiertag: Thomas De Gendt und Serge Pauwels gewinnen die verkürzte Etappe am Mont Ventoux.

Auch wenn die letzten 6 km des Schlussaufstiegs zum Mont Ventoux wegen starkem Wind nicht gefahren wurden, hatte es die 12. Etappe der Tour de France in sich. Den Sieg trug Thomas De Gendt vom Team Lotto-Soudal davon. Er verwies Landsmann Serge Pauwels und den Spanier Daniel Navarro auf die weiteren Ränge.

Legende: Video Skandal am Mont Ventoux: Froome rennt den Berg hoch abspielen. Laufzeit 1:14 Minuten.
Vom 14.07.2016.

Froome crasht in TV-Motorrad

Im Kampf um das gelbe Trikot spielten sich dramatische Szenen ab: Leader Froome krachte zusammen mit BMC-Fahrer Richie Porte und dem Niederländer Bauke Mollema in ein abrupt anhaltendes TV-Motorrad. Fans waren im Weg gestanden. Anschliessend spielten sich groteske Szenen ab: Froome musste einige Meter im Schlussaufstieg zu Fuss zurücklegen, ehe er mit einem neuen Fahrrad ausgestattet wurde.

Jury: Froome bleibt gelb

Nach einer Stunde der allgemeinen Unklarheit gab die Jury bekannt, dass Froome, Mollema und Porte der Rückstand auf Sieger De Gendt zum Zeitpunkt des Crashs angerechnet wurde.

Damit wandte die Rennleitung die Regel an, wonach auf den letzten 3 km gestürzte Fahrer die Zeit der Gruppe, in welcher sie waren, zuerkannt wird. Normalerweise findet diese Regel jedoch bei Bergankünften keine Anwendung.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung Tour de France

25 Kommentare

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  • Kommentar von Chasper, Stuppan
    Solche Fan-Vollpfosten gab es leider immer schon, nur der Hang zur Selbstdarstellung wird immer ausgeprägter. Je stärker die Veranstalter die Fans hofieren desto bizarrer die Szenen (vergleiche ganz besonders Fussball). Die Veranstalter sollten sich merken: der Sport ist die Basis, die im Mittelpunkt bleiben muss - der Kommerz ist nur eine mögliche Folge.
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    1. Antwort von Josef Heinrich, Wil
      Was hat dieser Vorfall an einem Radrennen mit Fussball zu tun?
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  • Kommentar von Michael Gyger, Mont-Tramelan
    Danke für den Beitrag dieser Etappe. Leider wurde wegen dem Zwischenfall fasst nur von Froome geredet. Mich würde auch intressieren, ob und wie viel Zeit sein als härtester Konkurrent gehandelten Quintana verloren hat.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Auf Eurosport im Tour-Extra, hat ein Moderator genau das kritisiert. Thema war nur noch der Crash von Froom. Die herausragende Leistungen der Ausreissergruppe & dem Sieger dieser Etappa wurden zur Nebensache. Was diskutiert werden sollte aber ist, dass Froom am Berg die "Bergziege" Quintana ganz ohne Probleme einfach so hat stehen lassen können, während dieser & alle anderen im Verfolger-Feld schon sehr gelitten & mit dem Seitenwind zu kämpfen hatten. Nur Froom & seiner Mannschaft eben nicht.
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  • Kommentar von michele frezza, spiez
    Vieleicht sollte sich die Tour überlegen die Fans nicht mehr so nach, bei Bergetappen, an die Radprofis heranlassen, und das nicht mehr so viele Mottoräder auf der Strecke sind.
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