Gilbert ist Strassen-Weltmeister

Philippe Gilbert hat an der WM im niederländischen Valkenburg Gold im Strassenrennen gewonnen. Der Belgier setzte sich nach 267 Kilometern vor Edvald Boasson Hagen (No) und Alejandro Valverde (Sp) durch.

Damit kommt der Strassen-Weltmeister erstmals seit 2005 und Tom Boonens Triumph in Madrid wieder aus Belgien. Gilbert riss rund 2,5 km vor dem Ziel beim letzten Anstieg am Cauberg aus und siegte 4 Sekunden vor Boasson Hagen und 5 Sekunden vor Alejandro Valverde.

Für Valverde ist es nach je 2 Mal Silber und Bronze bereits die 4. WM-Medaille. Auf Gold wartet der 32-jährige Spanier aber weiterhin.

Gilbert - Meister des Caubergs

Dass Gilbert gerade am Cauberg, den die Fahrer insgesamt 10 Mal überqueren mussten, für den Unterschied sorgte, überrascht nicht. Der 1,2 km lange Anstieg ist jeweils auch Teil des Amstel Gold Race, welches der BMC-Profi in den Jahren 2010 und 2011 gewinnen konnte.

«Ich habe die Lücke gesehen»

Gilbert löst als Weltmeister den britischen Top-Sprinter Mark Cavendish ab, der angesichts des schweren Kurses vorzeitig vom Rad gestiegen war. «Ich kann das kaum realisieren. Wir haben den Sieg verdient, weil wir gut gearbeitet haben. Ich habe die Lücke gesehen und die Situation ausgenutzt», sagte der 30-jährige Gilbert, der im kommenden Jahr das prestigereiche Regenbogentrikot tragen darf.

Albasini schlecht belohnt

Ein starkes Rennen zeigte Michael Albasini. Der Thurgauer fuhr konsequent vorne mit, am Ende reichte es zum 17. Rang. Damit war Albasini bester der 6 gestarteten Schweizer. «Am Schluss war ich recht kaputt und hatte nicht mehr viel Kraft übrig. Zudem konzentrierte ich mich aufs Hinterrad von Tom Boonen. Doch dann wurde ich eingeklemmt. Im Idealfall hätte ich vielleicht 10 Positionen weiter vorne sein können.»

Michael Schär wurde 50., Mathias Frank 63. und Steve Morabito 67. Gregory Rast und Oliver Zaugg gaben das Rennen nach einem Massensturz im Feld auf.