Die Europameisterschaften im Paracycling in den italienischen Gemeinden Maniago und Montereale Valcellina liefen aus Schweizer Sicht äusserst erfolgreich an. Im Zeitfahren über 18,6 km holten die Handbike-Cracks Fabian Recher, Micha Wäfler und Sandra Fuhrer je den EM-Titel. Recher und Fuhrer taten dies mit deutlichem Vorsprung von einer Minute und mehr. Wäfler setzte sich knapp mit gut drei Sekunden Reserve durch.
In Fuhrers Kategorie WH4 reichte es Sandra Stöckli, die nach zweijähriger Leidenszeit zurück auf der Grossanlass-Bühne ist, im Feld mit sechs Starterinnen zu Platz 5.
Total 6 Medaillen: Auch van Till souverän zum nächsten Titel
Ebenfalls Gold räumte die erfolgsverwöhnte Genferin Celine van Till auf dem Dreirad im WT2 ab. Die amtierende Weltmeisterin wurde ihrer Favoritinnenrolle auf den zwei Schlaufen vollauf gerecht und fuhr mit einem Polster von 1:03 Minuten über die Ziellinie.
Silber wurde es auf zwei Rädern für Flurina Rigling. Die 2-fache Zürcher Paralympics-Medaillengewinnerin (Strasse und Bahn) hatte schon zur Halbzeit an dieser Position hinter Amelia Cass (GBR) gelegen und musste ihren Rückstand bis ins Ziel auf 57,61 Sekunden anwachsen lassen.
Benjamin Früh rundete das glänzende Schweizer Ergebnis am EM-Tag 1 mit dem Gewinn von Bronze ab. Die gleiche Medaille hatte der 34-jährige Handbiker schon 2018 erobert, als Maniago Schauplatz der Strassen-WM 2018 gewesen war.
Die Titelkämpfe mit einer 17-köpfigen Schweizer Delegation dauern noch bis am Sonntag. Es folgen die Entscheidungen im Strassenrennen.