Zum Inhalt springen

Header

Video
Zusammenfassung Paris-Roubaix
Aus Sport-Clip vom 03.10.2021.
abspielen
Inhalt

Italiener gewinnt in Roubaix Colbrellis Coup im Schlamm-Rennen

  • Sonny Colbrelli gewinnt die ereignisreiche 118. Ausgabe von Paris-Roubaix.
  • Der Italiener entscheidet den Sprint eines Trios vor Florian Vermeersch (BEL) und Mathieu van der Poel (NED) für sich.
  • Stefan Bissegger fährt im vom Regen geprägten Rennen lange vorne mit, muss aber 40 Kilometer vor dem Ziel abreissen lassen. Stefan Küng wird von Stürzen ausgebremst.

Gut 6 Stunden nach dem Start in Compiègne kam für Sonny Colbrelli die Erlösung. Der Italiener liess seinen Gefühlen freien Lauf, sank zu Boden und brach in einer Mischung aus Erleichterung, Freude und Schmerzen in Tränen aus. Bei seiner ersten Teilnahme am Monument in Nordfrankreich war er kurz davor vor dem Belgier Florian Vermeersch und dem niederländischen Mitfavoriten Mathieu van der Poel zum Sieg gesprintet.

Video
Colbrelli nach starkem Schlusssprint von Emotionen überwältigt
Aus Sport-Clip vom 03.10.2021.
abspielen

Colbrelli sorgte für den ersten italienischen Sieg in Roubaix seit 1999 und dem Triumph von Andrea Tafi.

Moscon als tragische Figur

Auf den 258 Kilometern hatten sich die Fahrer durch die vom Regen in schlammige Rutschbahnen verwandelten 30 Pavé-Sektoren quälen müssen. Die Bedingungen beeinflussten den Ausgang des Rennens entscheidend.

Wout van Aert
Legende: Gezeichnet von einem harten Rennen Wout van Aert. imago images

Eigentlich schien in der entscheidenden Phase ein anderer Italiener der stärkste Fahrer im Feld. Colbrellis Landsmann Gianni Moscon war 52 Kilometer vor dem Ziel im Vélodrome von Roubaix davongefahren und zwischenzeitlich mit mehr als einer Minute Vorsprung an der Spitze gelegen. Doch der 27-Jährige verzeichnete zuerst einen Platten und musste danach auch noch einen Sturz hinnehmen. Das Trio um Colbrelli, Vermeersch und Van der Poel stellte Moscon schliesslich 16 Kilometer vor dem Zielort.

Video
Zuerst der Defekt, dann der Sturz
Aus Sport-Clip vom 03.10.2021.
abspielen

Bissegger lange stark, Küng im Pech

Auch aus Schweizer Sicht war die erstmals seit April 2019 wieder ausgetragene 118. Ausgabe des Klassikers eine, die vor allem wegen der äusseren Umstände in Erinnerung bleiben wird. Stefan Bissegger hielt zwar lange Zeit gut mit und war zwischenzeitlich sogar in der Spitzengruppe vertreten. Die Kraftreserven waren indes gut 40 Kilometer vor dem Ziel aufgebraucht.

Und Stefan Küng, der zu Beginn aufmerksam und wie Bissegger Teil der ersten ernsthaften, 30-köpfigen Ausreissergruppe war, wurde gleich von mehreren Stürzen zurückgebunden. Nach dem dritten war für den Thurgauer, dem nasskalte Verhältnisse eigentlich liegen, an ein Spitzenresultat nicht mehr zu denken. Küng gab das Rennen schliesslich auf. Silvan Dillier, der Zweite von 2018, war als 47. bester Schweizer. Bissegger wurde 60.

Video
Küng rutscht auf schlammigen Pavés aus
Aus Sport-Clip vom 03.10.2021.
abspielen

SRF zwei, sportlive, 03.10.2021, 14:20 Uhr;

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von luca de angelis  (lucadeangelis)
    und wieder italien, die räumen munter weiter ab, schön, schön :)
  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    So ein Blödsinn, das hat mit Radrennen nichts zu tun oder ist das Moto Cross?
    1. Antwort von Axel Dünsch  (aduensch)
      Unsinnig finde ich Ihren Kommentar
    2. Antwort von Marco Feusi  (mafeusi)
      Weder noch...das ist eben Paris-Roubaix.
    3. Antwort von Hans Peter Aeberli  (Byron)
      @maxstadler: das IST Radsport - einfach in der ursprünglichsten und vielleicht ehrlichsten Form. Am schnellsten von A nach B, ungeachtet der Strassenverhältnisse und des Wetters. Oder um es noch etwas pathetischer auszudrücken: zwischen Paris und Roubaix werden Helden geboren. Das kann zugegebenermassen auch beim Motocross geschehen, nicht selten ebenfalls im strömenden Regen...
  • Kommentar von Patrik Müller  (P.Müller)
    Velocross? Radqueer? Übel, übel. Grautuliere jedem Fahrer der das durchgestanden ist!