Lassen Marvulli und Dillier den «Wädlitempel» beben?

Bei der 56. Austragung des legendären Zürcher Sechstagerennen, die am Mittwoch beginnt, gehen zwei Schweizer Trümpfe an den Start: Franco Marvulli und Silvan Dillier. Doch die Konkurrenz aus dem Ausland ist beim Bahnrad-Spektakel so stark wie selten zuvor.

Als grösste Schweizer Hoffnung geht Franco Marvulli zusammen mit dem 25-jährigen Walliser Tristan Marguet ins Rennen. Doch Marvulli geht angeschlagen an den Start. Neben Schulterproblemen wurde der 34-jährige Zürcher vor kurzem auch von einer Viruserkrankung geschwächt. Doch mit dem vierfachen Sieger der «Sixdays» ist beim Heimrennen immer zu rechnen.

Hoffnungsträger Dillier

Neben Marvulli/Marguet dürfte auch ein weiterer Schweizer vorne mitfahren: Silvan Dillier überzeugte vor einer Woche in Gent mit einem hervorragenden 3. Platz. Zudem weiss der 22-jährige Aargauer mit dem Deutschen Robert Bartko, dem Zürich-Sieger von 2010, einen erfahrenen Partner an seiner Seite. Alexander Aeschbach schliesslich, der zusammen mit Jan Keller ein Paar bildet, ist ebenfalls für einen Spitzenrang gut.

Starke Konkurrenz

Von den ausländischen Paaren gehören der belgische Madison-Europameister Kenny De Ketele (mit Peter Schep/Ho), der australische Omnium-Weltmeister Glenn O'Shea (mit Iljo Keisse/De) sowie die deutschen Routiniers Danilo Hondo (mit Roger Kluge) und Leif Lampater (mit Christian Grasmann) zu den härtesten Herausforderern im Kampf um den Erfolg im «Wädlitempel».

Neues Konzept

Ebenfalls im Programm stehen die Auszeichnung der Swiss Cycling Awards (am Eröffnungsabend). Gestrichen wurde der Sprintwettbewerb, dafür werden täglich zwei Einzelzeitfahren ausgetragen. Das neue Konzept mit der Verkürzung auf vier Tage habe sich bewährt, bestätigte Organisator Urs Freuler.