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Rad Michael Rogers positiv getestet

Der dreifache australische Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers ist positiv auf Clenbuterol getestet und vom Rad-Weltverband UCI vorläufig gesperrt worden. Der 33-jährige war durch eine Kontrolle am 20. Oktober in Japan gefallen.

Michael Rogers
Legende: Michael Rogers Der Australier beim Tour-de-France-Zeitfahren vom 10. Juli dieses Jahres in Aktion. EQ Images

Bei Rogers' A-Probe, die der Australier beim Japan Cup im Oktober abgegeben hat, wurden Spuren des Kälbermastmittels Clenbuterol gefunden. Der Profi aus dem dänischen Saxo-Tinkoff-Team kann die Öffnung der B-Probe beantragen. Ihm droht eine zweijährige Sperre und damit das mutmassliche Karrierenende.

Das Saxo-Tinkoff-Team erklärte, es sei von Rogers über den Befund informiert worden. Der Australier habe den Team-Verantwortlichen gegenüber bestritten, wissentlich oder absichtlich Clenbuterol zu sich genommen zu haben, und argumentiert, die Ursache sei möglicherweise ein verunreinigtes Lebensmittel.

Edelhelfer von Clenbuterol-Sünder Contador

Mit derselben Argumentation hatte 2010 bereits der Spanier Alberto Contador, der heute ebenfalls für das Saxo-Tinkoff-Team fährt, das Vorhandensein von Clenbuterol begründet. Dennoch war er für zwei Jahre gesperrt worden, sein Tour-Titel 2010 wurde ihm aberkannt.

Olympia-Bronze 2004

Rogers holte sich 2003, 2004 und 2005 den WM-Titel im Zeitfahren. Zudem wurde ihm nachträglich die Bronzemedaille für das Olympia-Zeitfahren in Athen 2004 zuerkannt, nachdem der vermeintliche Sieger Tyler Hamilton (USA) wegen Dopings disqualifiziert worden war.

Legende: Video Michael Rogers im TdF-Zeitfahren («sportlive», 18.07.2013) abspielen. Laufzeit 00:39 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 18.12.2013.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Tobias Humm, Wädenswil
    Alles wie gehabt. Mal Kälbermastmittel, mal Blutdoping. Und immer sind andere schuld.
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    1. Antwort von E.Waeden, H
      @T.Humm: Genauso dachte ich auch, bis ich ein sehr interessantes Buch über Doping im Leistungssport gelesen habe. Oft werden Athleten unwissentlich Doping-Mittel als Vitamine, Schmerzmittel usw. angeboten, gespritzt oder in ihre Drinks gemischt. Haben sie Erfolg, finden dann heraus, worauf es zurück zu führen ist, nehmen es dann viele freiwillig ein. Man will weiterhin erfolgreich sein. Mitschuld tragen auch die Sponsoren & die Zuschauer, welche immer noch bessere Leistungen sehen wollen.
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