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Legende: Video Rad-Nationaltrainer Hondo freigestellt abspielen. Laufzeit 03:01 Minuten.
Aus sportpanorama vom 12.05.2019.
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Nach Doping-Geständnis Swiss Cycling stellt Nationalcoach Hondo per sofort frei

Danilo Hondo hat gegenüber der ARD ein brisantes Geständnis gemacht. Dieses kostet ihn seinen Job als Nationaltrainer bei Swiss Cycling.

Danilo Hondo ist nicht mehr Nationaltrainer der Schweizer Strassen-Radprofis. Swiss Cycling hat den 45-jährigen Deutschen per sofort freigestellt. Der Radverband teilte seinen Entscheid am Sonntagabend an einer Medienkonferenz in Zürich mit.

Blutdoping als Aktiver

Hondo liess sich nach eigenen Aussagen im Jahr 2011 während seiner Zeit als aktiver Fahrer «3 bis 4 mal» beim angeklagten Erfurter Sportarzt Mark S. behandeln. Übersetzt heisst das, er beging damals Blutdoping.

Hondo habe Swiss Cycling um 08:55 Uhr über seine Aussagen gegenüber der ARD informiert. Der Verband eröffnete ihm daraufhin um 10:30 Uhr die Entlassung.

«Wir waren geschockt», sagt Sportdirektor Thomas Peter. Denn Hondo habe dieses Fehlverhalten gegenüber dem Verband verschwiegen. Gerade im Hinblick auf die Heim-WM 2020 sei dies «ernüchternd», so Peter. Wer Hondos Nachfolger wird, ist noch offen.

Kein Einzelfall

Hondo war seit Anfang 2015 bei Swiss Cycling angestellt. Zunächst betreute er im Verband die U23-Junioren, seit Dezember 2016 bekleidete er das Amt des Nationaltrainers.

Gegen den 2-fachen Etappensieger beim Giro d'Italia wurde schon vor 14 Jahren eine Dopingsperre verhängt. Damals beteuerte er noch seine Unschuld.

Der bei der Nordisch-WM losgetretene Dopingskandal im Zusammenhang mit Mark S. zieht somit immer weitere Kreise. Sportler aus 8 Nationen sollen Kunden des Dopingarztes gewesen sein.

Danilo Hondo.
Legende: War nicht mehr tragbar Danilo Hondo. imago images

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 12.05.2019, 18:30 Uhr

26 Kommentare

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  • Kommentar von Marco Zingg  (M. Zingg)
    Was? Doping? ....im Radsport? Wirklich?
    Wieso bloss bin ich nicht überrascht wegen einer solchen Nachricht?
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  • Kommentar von Jeff Kastens  (JeKaMo)
    An der Spitze wie im Breitensport: Ohne Doping läuft im Radsport - und einigen anderen Sportarten - gar nichts mehr. Oder glaubt jemand, dass die Pharmaindustrie lediglich für wenige, ausgesuchte Spitzenathleten ihre gesundheitsgefährdenden Präparate herstellt? Wie sollte sich das rechnen?
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  • Kommentar von Bruno Froehlich  (Bruno Froehlich)
    An 1. Stelle steht U(nschldsvermitung, er hat nach der Anklage und Sperre auch nie etwas zugegeben, eine unbefriedigende Situation, so einen macht man nicht zum Trainer. Punkt.Nun hat er bewiesen, dass er als solcher hervorragend ist. Warum, warum gestand er nun, zerstoert Erfolgslaufbahn und Vertrauen ? Sein Geheimnis ! Wie auch immer, als Vorbild ungeeignet, so bleibt nur Entlassung. Ohne Luege, mit Gestaendnis damals, haette man ihn von Anfang an ganz anders beurteilen koennen zum Wohl aller!
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