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Rad Pinocchio: Kleiner Lügner oder grosser Optimist?

Selten hat ein Maskottchen im Vorfeld eines Grossanlasses für so viel Furore gesorgt wie Pinocchio. Am Sonntag hat die lügende Holzfigur bei der Strassenrad-WM in Florenz ihren ersten Auftritt.

Pinocchio ist das Maskottchen der WM 2013.
Legende: Echter Florentiner Pinocchio ist das Maskottchen der WM 2013. Keystone

1881 veröffentlichte Carlo Collodi die ersten Geschichten über Pinocchio, eine Holzfigur, deren Nase mit jeder Lüge länger wird. Dass dieser Pinocchio bei der WM in Florenz als Maskottchen auftritt, dürfte einerseits sicherlich mit der Herkunft des Erfinders zusammenhängen. Collodi ist ein gebürtiger Florentiner.

Pinocchio bei der UCI?

Dass die Wahl Pinocchios andererseits vielerorts für Belustigung gesorgt hat, vermag kaum zu erstaunen. Man muss kein Schelm sein, um Parallelen zwischen dem kleinen Holzkameraden und gewissen Vertretern in der Radszene zu vermuten. Vor allem die Affäre um Lance Armstrong hat gezeigt, dass Unwahrheiten sowohl von Seiten des Amerikaners als auch der UCI nicht selten sind.

Optimistischer Blick zum Horizont

Die UCI steht aber zu ihrer Entscheidung. Pinocchio schaue zum Horizont und drücke damit eine optimistische Zukunfts-Haltung aus: «Unser Pinocchio ist mit seinen Wurzeln verbunden, glücklich, athletisch und aufmerksam.»

Rad-WM auf SRF

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SRF zwei überträgt das Zeitfahren am Mittwoch (ab 14:30 Uhr) und das Strassenrennen am Sonntag (29.9., 14:50) live.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Thomas Gysel, Veltheim
    Pinocchio verwandelt sich am Ende der Geschichte nur dann in einen richtigen Jungen, wenn er hilfsbereit und fleißig wird. Pinocchios Nase wächst bei jeder Lüge beträchtlich, was ihn verrät und letztlich vom Lügen abbringt. Kindern wird also vermittelt, dass Faulheit, Lügen und Ungehorsam nicht ungestraft bleiben. Wenn Pinocchio ein richtiger Junge werden will, kann dies als Prozess des Erwachsenwerdens gesehen werden. Hat der Profiradsport dies verstanden?
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