Erstmals seit Tadej Pogacar 2024 in Zürich seinen Premieren-Weltmeistertitel eingefahren hat, kehrt der Slowene auf die Schweizer Strassen zurück – und dies gleich doppelt. Der Dominator der letzten Jahre will sich an der Tour de Romandie (28. April bis 3. Mai) und der Tour de Suisse (17. bis 21. Juni) für seinen angestrebten Titel-Hattrick an der Tour de France vorbereiten.
Selbstredend geht Pogacar als klarer Favorit in die Tour de Romandie. Doch das Programm spielt ihm dabei nicht vollends in die Karten. Im Vergleich zu den vergangenen Jahren kommt es an der 6-tägigen Rundfahrt heuer zu keinem echten Zeitfahren. Einzig im lediglich 3,2 Kilometer langen Prolog in Villars-sur-Glâne starten die Fahrer einzeln.
Dreifacher Jaunpass
«Das ist gut für die Bergfahrer wie Lenny Martinez oder Yannis Voisard», erklärt Tour-Direktor Richard Chassot. So müssen sie im Vergleich zu Pogacar, der überall stark sei, nicht noch eine Hypothek wettmachen.
In den folgenden 5 Etappen geht es dann zwar nicht über die höchsten Alpenpässe, doch es stehen trotzdem viele Höhenmeter an. Spätestens auf der Königsetappe am zweitletzten Tag, an dem der Jaunpass gleich 3 Mal überquert wird, dürfte der Kampf um den Gesamtsieg so richtig lanciert werden. Am Sonntag folgt mit der Bergankunft in Leysin das grosse Finale.
Martinez als grösster Herausforderer
Streckenchef Dominique Fumeaux sagt: «Pogacar ist natürlich hier, um zu gewinnen. Aber die anderen Fahrer können ihn in eine unangenehme Position bringen.»
Neben dem Franzosen Martinez (Bahrain - Victorious), der als grösster Herausforderer Pogacars gilt, befindet sich mit Primoz Roglic (Red Bull - Bora - hansgrohe) ein weiterer grosser Name im Fahrerfeld. Der ehemalige Vuelta- und Giro-Sieger hat seine besten Zeiten mit 36 Jahren allerdings wohl hinter sich. Titelverteidiger Joao Almeida – Teamkollege von Pogacar beim UAE Team Emirates – ist in diesem Jahr nicht mit dabei.
Aus Schweizer Sicht peilt Mauro Schmid für Jayco AlUla einen Etappensieg an. Mit Voisard, Fabian Lienhard, Joel Suter, Roland Thalmann und Robin Donzé stehen die restlichen 5 Swiss-Cycling-Athleten für das Schweizer Team Tudor am Start.