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Rad Schurter: Mit Anlauf zum Cape-Epic-Triumph

Nino Schurter hat als Mountainbiker schon unzählige Trophäen in die Höhe gestemmt. Der Sieg beim Cape Epic fehlt ihm aber noch.

Legende: Video Nino Schurters Projekt am Cape Epic abspielen. Laufzeit 2:07 Minuten.
Vom 24.03.2017.

Nino Schurter ist einer der besten Mountainbiker der Geschichte. Der 30-jährige Schweizer gewann in seiner Karriere fast alles, was es zu gewinnen gibt:

  • Fünffacher Weltmeister
  • Vierfacher Gesamtweltcup-Sieger
  • Amtierender Olympiasieger. Zuvor holte er bereits Bronze und Silber.

Doch ein prestigeträchtiger Sieg fehlt dem Bündner noch: Der Sieg am Cape Epic. Bei diesem Etappenrennen über 8 Tage, mehrere hundert Kilometer und mehr als 14'000 Höhenmeter geht Schurter heuer zum 4. Mal an den Start, er sucht hier «eine neue Challenge», wie er erklärt.

Andere Herausforderungen als im Weltcup

In Südafrika ist vieles anders als im Weltcup, wo Schurter normalerweise startet. Statt mittellangen Distanzen stehen am Cape Epic Teilstücke über 100 Kilometer auf dem Programm. Statt alleine gegen die Konkurrenz zu fahren, ist man zu zweit am Start; der Abstand zwischen den beiden Fahrern darf zwei Minuten nicht überschreiten. «Im Team muss man harmonieren, aufeinander Rücksicht nehmen; und Defekte werfen nicht nur einen Fahrer zurück, sondern das Team», so der 30-Jährige.

Legende: Video Zweierteams im Weltcup? Schurter: «Wäre nicht das Richtige» abspielen. Laufzeit 0:38 Minuten.
Vom 23.03.2017.

Es gibt noch Steigerungspotenzial

Schurter fährt in diesem Jahr gemeinsam mit Matthias Stirnemann. Der Bündner ist der Leader im Team: «Ich versuche, ihn so gut es geht auf mögliche Schwierigkeiten vorzubereiten und zu unterstützen, wo es nötig ist. Aber schlussendlich muss jeder seine Erfahrungen machen.» So habe Stirnemann sich am ersten Tag zu wenig verpflegt. «Das wird ihm sicher nicht noch einmal passieren.»

Anlauf zum grossen Wurf

In diesem Jahr gehe es dem Team vor allem darum «Erfahrungen zu sammeln. Sehen, wie es hier läuft». Sein Ausrüster stellt mit Andri Frischknecht, dem Sohn der Mountainbike-Legende Thomas, und Michiel Van der Heijden gar noch ein «Backup-Team».

Es soll die Generalprobe für das nächste Jahr werden. 2018 will Schurter auch diese Lücke in seinem Palmarès schliessen. Doch bereits 2017 läuft es erstaunlich gut: Das Duo Schurter/Stirnemann liegt nach 5 von 7 Etappen in Führung. Gut möglich also, dass Schurter schon in ein paar Tagen auch den Cape-Epic-Gesamtsieg sein Eigen nennen kann.

Legende: Video Schurter/Stirnemann in der 5. Etappe nicht zu schlagen abspielen. Laufzeit 0:25 Minuten.
Vom 24.03.2017.

Sendebezug: sportflash, 23.03.17, 20:00 Uhr

Weitere Schweizer am Start

Neben Nino Schurter und Matthias Stirnemann sind viele weitere Schweizer in Südafrika am Start. Der prominenteste ist Ex-Weltmeister Christoph Sauser. Der 40-Jährige will heuer zum 12. Mal die Zielflagge sehen und fährt mit Jaroslav Kulhavy, Olympiasieger von 2012.

3 Kommentare

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  • Kommentar von irene Hug Schneider (irenehug)
    Wenn kein Pannenpech das Team von Nino Schurter heimsucht, sollte dem Gesamtsieg nichts mehr im Wege sein. Wo bleibt die Berichterstattung der Kategorie Damen, in welcher die Schweizerinnen nicht weniger erfolgreich sind. z. Bsp. Esther Süss, Ariane Lüthi, Cornelia Hug.
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  • Kommentar von Stefan Faes (Stefan Faes)
    ...und gleich noch ein Etappensieg für Schurter/Stirnemann. Vor der Schlussetappe morgen liegen die beiden jetzt fast 7 Min. vor Sauser/Kulhavy. Auf Rang 3 beträgt der Vorsprung nahezu 15 Min. Sollten die beiden morgen von Stürzen, Defekten oder sonstigem Unbill verschont bleiben, dürfte ihnen der Sieg kaum mehr zu nehmen sein.
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  • Kommentar von Stefan Faes (Stefan Faes)
    Nach 6 Teilstücken liegen Schurter/Stirnemann in Führung. Knapp dahinter folgen Sauser/Kulhavy. Sauser ist mit 5 Titeln übrigens Rekordsieger des Epic. Unter den 7 bestplatzierten Teams sind gerade mal 2 ohne schweizer Beteiligung. "Oldie" Thomas Frischknecht (Jg. 1970) fährt übrigens auch mit, im Mixed Bewerb, und liegt dort mit seiner Partnerin auf.... Platz 1.
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