Schweizer «Schutzschild» und Berghelfer für die Favoriten

Das BMC Racing Team verfügt an der Tour de France mit Cadel Evans und Tejay van Garderen über zwei Mitfavoriten. Zur Seite stehen den beiden gleich zwei wichtige Helfer aus der Schweiz.

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Vorschau auf die Tour de France («sportaktuell»)

4:19 min, aus sportaktuell vom 28.6.2013

Mit dem australischen Routinier Cadel Evans und dem jungen Amerikaner Tejay van Garderen verfügt das BMC Racing Team über zwei Fahrer, die an der Tour de France bereits für Aufsehen gesorgt haben. Evans fuhr 2011 im gelben Sieger-Trikot in Paris ein, van Garderen holte sich vor einem Jahr die Auszeichnung des besten Nachwuchsfahrers.

«Zwei bis drei Fahrer sind stärker»

SRF-Radsport-Experte Sven Montgomery rechnet auch in diesem Jahr mit einem auffälligen BMC-Team, jedoch glaubt er nicht an einen weiteren Toursieg: «BMC kann mit zwei Fahrern in die Top 10 fahren, es gibt aber doch zwei bis drei Fahrer, die stärker einzustufen sind», sagt Montgomery.

Doppelspitze bis zu den Pyrenäen

Dass BMC mit Evans und van Garderen gleich zwei Fahrer in den Kampf um den Toursieg schickt, ist für Montgomery aber kein Problem: «Bis zu den Pyrenäen können sie beide Optionen offen halten», sagt der Experte. «Erst dann sollten sie für den stärksten Fahrer im Team arbeiten.

Wichtige Rolle für Schweizer Helfer

Die Helfer von Toursieger Cadel Evans (2011)

2:24 min, vom 27.6.2013

Zu diesen Arbeitern gehörten bei BMC mit Michael Schär und Steve Morabito auch zwei Schweizer. Schär kommt vorallem in den flachen Etappen eine wichtige Rolle zu: «Er wird das Schutzschild spielen für die beiden Topfahrer und sie von den Problemen fernhalten», sagt Montgomery.

Morabitos Qualitäten werden dann eher in den Bergen wichtig. Fraglich ist jedoch, wie gut er sich von seinem Handgelenkbruch erholt hat.

Absage an Frank nicht nachvollziehbar

Sven Montgomery hätte deshalb eher Mathias Frank nominiert. Trotz seiner starken Tour de Suisse muss der Luzerner aber zuhause bleiben. «Über die Gründe kann man nur spekulieren», sagt Montgomery. «Aus sportlicher Sicht ist dieser Entscheid aber nicht nachvollziehbar.»