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Tour de France Démare gibt die Antwort auf dem Asphalt

Der Franzose Arnaud Démare gewinnt die 18. Etappe, im Gesamtklassement gibt es keine Verschiebungen.

Wie erwartet musste Leader Geraint Thomas in der 18. Etappe keine Angriffe abwehren. Stattdessen wurden die 171 eher flachen Kilometer von Trie-sur-Baïs nach Pau zu einer Angelegenheit für die Sprinter.

Als Stärkster erwies sich Arnaud Démare. Der Franzose profitierte von einer optimalen Arbeit seines Teams Groupama-FDJ. Erst kurz vor der Ziellinie scherte sein letzter Helfer aus. Diese Vorlage nutzte Démare souverän zu seinem zweiten Tour-Etappensieg: Im Vorjahr hatte er das 4. Teilstück für sich entschieden.

Démare kontert Vorwürfe von Greipel

Um Démare hatte es vor der Etappe einigen Wirbel gegeben. Andre Greipel hatte via Twitter gegen den Franzosen geschossen. Démare habe am Mittwoch beim schweren Schlussanstieg die Hilfe eines Teamfahrzeugs in Anspruch genommen. Damit habe er nur 9 Minuten auf Sieger Nairo Quintana verloren und sich irregulär im Zeitlimit gehalten.

Greipel verwies auf entsprechende GPS-Daten. Der Deutsche hatte eine Woche zuvor auf der Etappe nach L'Alpe d'Huez den Kontrollschluss verpasst. Er musste die Tour beenden.

Der beschuldigte Démare bestritt die Vorwürfe ebenfalls per Twitter vehement. Er bot Greipel zur Entlastung dezidierte Daten seines Rennens an. Wenig später ruderte der Deutsche zurück, löschte seinen Tweet und entschuldigte sich kleinlaut: «Lektion gelernt: Nicht über etwas twittern, an dem man nicht beteiligt ist.»

Démare zeigte sich dennoch mächtig verstimmt: «Das hat mich verletzt, der Schaden ist angerichtet. Die beste Art zu antworten, wäre der Etappensieg.» Er antwortete wie gewünscht.

Entscheidung steht bevor

Im Gesamtklassement gab es keine Verschiebungen. Am Freitag allerdings geht es in den Pyrenäen nochmals in die Berge, bevor am Samstag dann die definitive Entscheidung im 31 Kilometer langen Zeitfahren ansteht.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 26.07.2018, 15:00 Uhr.