Verrücktes Projekt: 24 Stunden und 903 Kilometer im Kreisverkehr

Der österreichische Ultra-Radprofi Christoph Strasser peilt am Samstag in Grenchen einen Weltrekord an.

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Bildlegende: Rad- statt Flugverkehr Christoph Strasser bei seinem Weltrekord 2015 in Berlin-Tempelhof. Imago

Stellen Sie sich eine Rundbahn vor. 250 Meter lang. So wie jene im Grenchner Velodrome. Und dann drehen Sie dort Ihre Runden. 24 Stunden lang, bis Sie erschöpft vom Rad fallen.

Genau das will Christoph Strasser am Samstag ab 13 Uhr tun. Und weil er ein Ultra-Radprofi ist, möchte er es noch möglichst schnell tun: Der 35-Jährige peilt den Weltrekord von 903 Kilometern (3612 Runden) an. Dafür muss er durchschnittlich 37,6 Kilometer pro Stunde fahren.

Eindrückliches Palmarès

Was nach einem verrückten Projekt klingt, soll für Strasser nur ein weiterer Meilenstein werden. Der Österreicher ist in Sachen Extremradsport konkurrenzlos: Dieses Jahr entschied er schon zum 4. Mal das «Race Across America» über 4800 Kilometer für sich.

Auch den 24-Stunden-Weltrekord auf der Strasse hält er: Auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin fuhr er vor zwei Jahren 896 Kilometer.

Und nun also der Versuch auf der Bahn. Immer im Kreis, 24 Stunden lang. Gegenüber der SonntagsZeitung sagte Strasser: «Es ist ziemlich das Schwierigste, was man in meinem Bereich machen kann.»