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Vor der letzten Giro-Woche Nibalis Jagd auf den 3. Triumph ist lanciert

Am Sonntag hat sich Vincenzo Nibali am Giro d'Italia zurückgemeldet. Die Chancen auf seinen 3. Triumph sind intakt.

Vincenzo Nibali jubelt und lächelt.
Legende: Italiens Hoffnungsträger Vincenzo Nibali. imago images

Dass Vincenzo Nibali am Sonntag während der 15. Etappe in der entscheidenden Phase am Civiglio seine Attacke startete, überraschte nicht. Der 34-jährige Italiener kennt die 4 km lange Rampe bestens. Der Civiglio ist auch Teil der Lombardei-Rundfahrt. Schon zweimal entschied Nibali den Klassiker für sich.

Als Lohn für seinen Angriff konnte der Hoffnungsträger der einheimischen Fans seinen Rückstand auf den grössten Favoriten Primoz Roglic auf exakt eine Minute verringern. Der Slowene vermochte Nibali nicht zu folgen, wenig später bekundete er bei einem Sturz Pech. Nicht abschütteln konnte Nibali allerdings Leader Richard Carapaz, der weiter 1:47 Minuten vor ihm liegt.

Legende: Video Nibalis Angriff am Civiglio abspielen. Laufzeit 00:19 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 27.05.2019.

Roglic schwächelt vor letzten 4 Bergetappen

Während Nibali ein starkes Lebenszeichen gab und seine Chancen auf den 3. Giro-Sieg nach 2013 und 2016 wahrte, zeigte Roglic zuletzt Schwächen. Einerseits könnte der ehemalige Skispringer sein Mammutprogramm in den letzten Monaten mit 3 Siegen an kleinen Rundfahrten allmählich zu spüren bekommen. Andererseits fehlt ihm die Unterstützung eines starken Teams.

Für Nibali geht es nun darum, seine Form in der abschliessenden Woche auszuspielen. Noch 4 Bergetappen stehen auf dem Programm, in denen er weiter Zeit auf Roglic herausholen kann. Allerdings müsste der Italiener nach der zweitletzten Etappe wohl mindestens eine Reserve von einer Minute auf den Slowenen aufweisen. Nur so hätte er eine Chance, den Vorsprung im abschliessenden Zeitfahren zu verteidigen.

Profitiert Carapaz?

Lachender Dritter könnte Carapaz sein. Der Ecuadorianer profitierte bei seinem grossen Tagessieg am Samstag davon, dass sich Nibali und Roglic nur aufeinander konzentrierten. «Das war mein Fehler, aber vor allem war es der Fehler von Roglic. Er wollte nicht bei der Nachführarbeit mithelfen», erklärte Nibali.

Contador setzt auf Nibali

Für den ehemaligen Giro-, Tour-de-France- und Vuelta-Sieger Alberto Contador ist nach der Etappe vom Sonntag Nibali der heisseste Favorit auf den Gesamtsieg. «Er verfügt über die grösste Erfahrung. Zudem kann er sich gut erholen, das ist eine seiner Qualitäten», so der Spanier.

Sendebezug: SRF zwei, sportaktuell, 24.05.2019, 22:35 Uhr