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Maximal 2 Mountainbikerinnen bei Olympia dabei: «Extrem traurig»
Aus Sport-Clip vom 02.05.2022.
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Vor MTB-Weltcup in Albstadt Neff hat Rückschlag verdaut – schon folgt nächste Hiobsbotschaft

Jolanda Neff ist nach dem verpassten Saisonauftakt wieder fit und bereit. Vor den Rennen in Albstadt folgt aber bereits der nächste Rückschlag.

Mit phänomenalen 6 Minuten Vorsprung hatte Jolanda Neff Anfang April das Test-Rennen im brasilianischen Petropolis gewonnen und ihre Favoritenrolle für den Saisonauftakt eindrücklich unterstrichen. «Sowas ist mir noch nie im Leben passiert, ich hatte mich noch nie so gut gefühlt», meint die 29-Jährige heute rückblickend.

Der Vorbereitungs-Exploit war leider für die Füchse: Eine starke Grippe legte Neff komplett flach, sie musste auf die Rennen in Brasilien verzichten. «Das war schwierig zu verdauen.» Die Ostschweizerin hätte «komplett abgeschaltet» und sich nicht einmal mehr die Rennen vom Streckenrand aus anschauen können.

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Neff blickt auf den verpassten Saisonauftakt zurück: «Das war extrem hart»
Aus Sport-Clip vom 02.05.2022.
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Gute Erinnerungen an Albstadt

Nun ist sie wieder gesund und kann voll trainieren. Vor dem 2. Weltcup-Halt im deutschen Albstadt ist Neff aber auch klar: «Die Form hat natürlich gelitten. Ich werde mein Bestes versuchen.» Die Ansprüche hat sie aber bereits gehörig runtergeschraubt. «Ein Top-10-Platz wäre cool, die Top 5 wären wahnsinnig.»

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Die Rennen in Albstadt können Sie auf SRF zwei und in der Sport App wie folgt mitverfolgen:

  • Freitag, 17:20 Uhr: Short Track M/F
  • Sonntag, 11:15 Uhr: Cross-Country F
  • Sonntag, 14:30 Uhr: Cross-Country M

Die Cross-Country-Spezialistin hofft nach dem Rückschlag zum Start vor allem auf den weiteren Verlauf der Saison. «Wir haben jetzt zum Glück 9 Weltcup-Rennen, ich habe also noch 8 Mal die Chance auf einen Sieg.» Das steile Gelände in Albstadt liegt ihr, in der Vergangenheit konnte sie bereits zweimal gewinnen – immerhin die statistischen Vorzeichen stimmen also.

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Neff: «Ich habe neue Leute im Umfeld – das hilft extrem»
Aus Sport-Clip vom 02.05.2022.
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Olympia 2024 nur mit 2 Schweizerinnen

Einen grossen Rückschlag musste die Schweizer Mountainbike-Fraktion am Montag in Form einer Neuerung einstecken: Der internationale Radverband UCI gab bekannt, dass jede Nation für die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris nur noch maximal 2 Startplätze erobern kann.

Damit ist eine Wiederholung des historischen Dreifachsieges im Cross-Country-Rennen von Neff, Sina Frei und Linda Indergand definitiv nicht mehr möglich. Neff spricht denn auch von einem «krassen Entscheid» und moniert: «Hier an einem Quotenplatz zu sparen ist extrem schade. Eine Medaillengewinnerin muss sicher zuhause bleiben. Das ist traurig für den Sport.»

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Neff: «Das ist extrem schade und traurig für den Sport»
Aus Sport-Clip vom 02.05.2022.
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Die Entscheidung befeuert den internen Konkurrenzkampf im Schweizer Team damit umso mehr. Frauen-Nationaltrainer Edi Telser ist natürlich nicht zufrieden, sieht aber auch das Positive: «Sie werden sich gegenseitig extrem pushen. Wir können dadurch ein noch höheres Level erreichen.»

SRF zwei, sportflash, 02.05.22, 20:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Samuel Nogler  (semi-arid)
    Hiobsbotschaften? Der Hiob hatte wahrlich aussergewöhnliche Botschaften, die er seiner Nachwelt weitergegeben hat. So wusste dieser bereits von Dinosaurier, dass die Erde um die eigene Achse dreht, hat Tsunamis genau beschrieben und wohl das wichtigste, er wusste, dass sein Erlöser lebt.
    Was dieser Titel nun mit dem Rest des Artikels zu tun hat, weiss wohl nur der Autor.
    1. Antwort von Philipp Spuhler  (PSp)
      Eine Hiobsbotschaft bedeutet so viel wie eine Unglücksnachricht. Der Ursprung dieses geflügelten Wortes stammt aus dem Alten Testament der Bibel. Hiob war ein Prophet. Er hatte zehn Kinder mit seiner Frau, war wohlhabend und lebte mit einem festen Glauben an den biblischen Gott, wie es im Alten Testament heißt.
  • Kommentar von Robert Wüthrich  (Old Rob)
    Was hat das UCI zu diesem Schritt bewogen? In mehreren Nationen gibt es mehr als 2 Fahrer*innen die ein Rennen gewinnen können - und diese gehören an Olympische Spiele. Aber am Ende hat es dann ein Feld mit vielen, die bereits nach 2-3 Runden beim Überrunden im Wege stehen.
  • Kommentar von Armin Meile  (MrMele)
    Für mich sind solche Limiten nicht nachvollziehbar und unfair. Die besten Athletinnen und Athleten sollten aufgrund ihrer Leistungen immer einen Platz bei Olympia haben. Vier Fahrer(-innen) pro Nation ist darum eine Mindestmarke, weil bei einem dominanten Land (egal in welcher Einzelsportart) wirklich die besten ihrer Sparte eine Medaillenchance haben. Man müsste eher überlegen, dass z. B. die Weltcup-Top10 so oder so einen Startplatz hat - auch wenn z. B. sechs davon aus demselben Land sind.