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Neues Schweizer Team ab 2023
Aus Sport-Clip vom 26.04.2022.
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Zusammen mit Uhrenmarke Cancellara gründet Profi-Radteam

Die Schweiz verfügt bald wieder über ein Profi-Team im Radsport mit dem Berner Doppel-Olympiasieger als Chef.

Doppel-Olympiasieger Fabian Cancellara gab am Rande der 75. Tour de Romandie in Lausanne bekannt, ab 2023 mit dem Tudor Pro Cycling Team in der zweithöchsten Kategorie (Pro Team) antreten zu wollen. Seit Ende 2016 und dem Rückzug der World-Tour-Equipe IAM und auch des damaligen Pro-Continental-Teams Roth war die Schweiz nicht mehr auf den höchsten zwei Stufen vertreten.

Es sei deshalb definitiv an der Zeit, «dass der Schweizer Radsport wieder ein Profi-Team erhält», so Cancellara, der 2016 nach höchst erfolgreicher Karriere und als Doppel-Olympiasieger sowie je dreifacher Sieger der Radsport-Monumente Paris-Roubaix und Flandern-Rundfahrt zurückgetreten war.

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Cancellara über die Vision und die unmittelbare Zukunft seines Rad-Teams
Aus Sport-Clip vom 26.04.2022.
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Viele junge Schweizer

Der 41-jährige Berner war zuletzt als Manager von Marc Hirschi sowie unter anderem bei der Swiss Racing Academy – einem Team der dritthöchsten Stufe – als Mentor engagiert. Diese Equipe mit zahlreichen talentierten Schweizer Nachwuchsrennfahrern wird in die Tudor-Struktur integriert.

Fahrer wie Filippo Colombo, Nils Brun und Yannis Voisard, die schon heuer mit dem Nationalteam von Swiss Cycling die Westschweizer Rundfahrt bestreiten, sollen auch künftig das Gerüst des Teams bilden. Angestrebt wird ein Kader von 22 bis 24 Fahrern. «Wir werden versuchen, so viele Schweizer Fahrer wie möglich unter Vertrag zu nehmen. Aber diese sind schwierig zu finden, deshalb verpflichten wir natürlich auch ausländische Fahrer», so Cancellara.

Cancellara nicht als Sportdirektor oder Trainer

Er sieht sich als Gründer, Eigner und Mentor der Schweizer Formation, aber keineswegs in einer aktiven Rolle als Sportdirektor oder Trainer. «Nein, das werde ich sicher nicht sein, und ich werde auch nicht die Taktik im Rennen vorgeben.» Vielmehr habe sich die Rolle als Mentor bislang bewährt. «Falls ich um Rat gefragt werde, gebe ich diesen gerne.»

Die Zielsetzung des Teams lautet weiterhin, diese Schweizer Nachwuchsrennfahrer zu fördern und möglichst an die Weltspitze heranzuführen. Swiss-Cycling-Geschäftsführer Thomas Peter sprach denn auch von einem «sehr guten Tag für den Schweizer Radsport». Hauptsponsor des Rennstalls ist Tudor, eine in Genf stationierte Schweizer Luxus-Uhrenmarke.

Hoffnung auf vereinzelte Teilnahmen an World-Tour-Rennen

Gefragt, ob er mit dem Team vielleicht sogar den schnellen Aufstieg in die World Tour anstrebe, sagte Cancellara: «Aktuell spreche ich nur über die kommende Saison. Aber klar sage ich nicht nein zur World Tour, diese hat aber in den kommenden zwei Jahren nicht Priorität.» Auf vereinzelte Teilnahmen an World-Tour-Rennen hofft der ehemalige Tour-de-Suisse-Sieger allerdings sehr wohl. Konkret formulierte er in Lausanne die Hoffnung, bereits 2023 mittels Wildcard für die zwei Schweizer World-Tour-Rundfahrten berücksichtigt zu werden.

Radio SRF 1, Nachmittagsbulletin, 26.04.2022, 15:00 Uhr;

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Conca  (DCo)
    Als Berner hat man doppelte Freude. Der (schnellste) Berner setzt seine Vision schnell um. Ein Projekt, das es zu unterstützen gilt; professionell vorbereitet und vorgetragen. Man kann dem Kommentar von Heusser nur beipflichten: Chapeau und die Frauen sind auch wie richtig bemerkt, gut aufgestellt.
  • Kommentar von jean-claude albert heusser  (jeani)
    Sehr erfreulich Nachricht und tolle Idee Fabian Cancellara, Chapeau!
  • Kommentar von Markus Bamert  (k.o.bold)
    Danke Herr Fabian Cancellara. Endlich wieder ein professionelles Schweizer Radteam auf der zweithöchsten Stufe, hoffentlich mit dem Anspruch aufzusteigen und auch möglichst schnell auch Strukturen zu schaffen für ein Frauenteam.
    1. Antwort von René Ruf  (RenéR)
      Auf diese Saison hin wurde im Frauen-Radsport die Anzahl der Equipen mit Lizenz "World Tour Team" aufgestockt. Zu den "Neuen" gehört auch ein CH-Team aus der Westschweiz. Mehrheitlich sind Ausländerinnen unter Vertrag, aber auch einige (junge) Schweizerinnen. Somit existiert erfreulicherweise eine professionelle Plattform für CH-Talente mit Perspektiven für die Zukunft.