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Debakel am Brünig Die Berner Schwinger schwächeln

Nach dem Brünig-Debakel wird die Lage der Berner ungemütlich. Der Technische Leiter des Berner Verbands nimmt Stellung.

Schwingerkönig Matthias Glarner und seine Berner Kollegen können derzeit nicht überzeugen.
Legende: Nicht auf Top-Niveau Schwingerkönig Matthias Glarner und seine Berner Kollegen können derzeit nicht überzeugen. Keystone

Die Berner Misere hat auf dem Brünig einen neuen Höhepunkt erreicht: Am Bergfest hatten die Berner Schwinger wenig zu melden und verloren vor allem am Morgen geradezu reihenweise.

Am Ende schafften es mit Matthias Aeschbacher und Christian Gerber nur zwei Athleten vom Bernisch-Kantonalen Schwingerverband (BKSV) unter die besten Zehn.

Legende: Video Im 1. Gang des Brünig-Schwingets verlieren die Berner reihenweise abspielen. Laufzeit 00:46 Minuten.
Aus sportlive vom 28.07.2019.

Seit 2008 haben die Berner – abgesehen vom Unspunnenfest 2011 – alle Wettkämpfe mit eidgenössischem Charakter gewonnen. Doch in knapp vier Wochen am Eidgenössischen in Zug könnte diese Dominanz zu Ende gehen.

Wir haben jetzt eine andere Rolle. Wir sind nicht mehr die Gejagten.
Autor: Peter SchmutzTechnischer Leiter des Berner Schwingerverbands

Schon die ganze Saison treten die Berner nicht mehr so überzeugend auf. Sie gewannen nur eines der bisher fünf Bergfeste, und in der Jahreswertung liegen lediglich 4 BKSV-Schwinger in den Top 15.

Zum Vergleich: In den vergangenen Jahren mussten ihnen immer alle hinterherjagen. Vor dem letzten Eidgenössischen im Jahr 2016 waren sie an 3 Bergfesten siegreich, und in der Jahreswertung lagen beinahe doppelt so viele Berner wie 2019 in den Top 15.

Mit Respekt nach Zug

«Auf dem Brünig passierte sicher nicht wirklich das, was wir erwartet hatten», gibt Peter Schmutz, Technischer Leiter im BKSV, zu. «Wir wollten eigentlich anderes erreichen.»

Wir müssen mit der momentanen Situation leben, Gespräche suchen und vor allem zielorientiert trainieren
Autor: Peter SchmutzTechnischer Leiter des Berner Schwingerverbands

Dass die Berner ihre Vormachtstellung verloren haben, will Schmutz so aber nicht sagen. «Wir haben vielleicht eine andere Rolle. Wir sind nicht mehr die Gejagten – diese Rolle gehört jetzt anderen Teilverbänden.»

Schmutz spricht nicht gerne über die Gründe für dieses Leistungstief – primär sei es das Verletzungspech – und blickt lieber nach vorne. «Wir müssen mit der momentanen Situation leben, Gespräche suchen und vor allem zielorientiert trainieren», sagt er.

Das Ganze natürlich immer mit Blick auf das Eidgenössische. «Wir freuen uns auf dieses Fest und wir gehen mit Respekt nach Zug.» Die Vorstellungen der Berner in Sachen Titel- und Kranzgewinne verrät der Technische Leiter mitten in der Baisse derweil nicht. Nur so viel: «Wir haben grosse Ziele.»

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 28.07.19, 08:00 Uhr

14 Kommentare

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  • Kommentar von Küsu Schreiber  (Küsu Schreiber)
    Teile die Meinung von MJM. Die Live-Berichterstattung von Schwingfesten von SRF finde ich gut, vor allem wegen den kompetenten Kommentatoren. Die Berichte auf der SRF-App sind inhaltlich ungenügend. Z.B. wird im obigen Bericht erwähnt, dass unter den besten zehn Schwingern nur zwei Berner waren. Im Schwingen gibt es keine "Top Ten", hier zählen Kränze. Aber Kranzgewinner sucht man in der SRF-Rangliste vergebens. Die Berner haben am Schluss 8 von 19 Kränzen gewonnen. Diese Infos gibt's beim ESV.
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    1. Antwort von Hansruedi Ulrich  (Normalbürger)
      @Schreiber

      Bitte zuerst genau durchlesen, bevor kritisieren. Im Brünig Festbericht ist die komplette Schlussrangliste aufgeschaltet, sogar mit Statistik. Super Service von Srf, genau wie ihre jeweiligen Übertragungen mit allen Kommentatoren, ein super Team!
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    2. Antwort von Küsu Schreiber  (Küsu Schreiber)
      @Normalbürger: Die Kranzgewinner sind nicht zu erkennen. Weshalb wohl sprechen die Schwinger das an den Festen immer an?! Weil der Kranz das erklärte Ziel ist, der Festsieg ist das Zückerchen. Deshalb gibt es auch keine normale Rangliste mit Top Ten und der Verlierer des Schlussgangs ist nicht Zweiter - aber den Kranz hat er auf sicher. Abgesehen davon könnte auch die Statistik noch verbessert werden, wenn die Kranzer mit Sternchen versehen sind. Aber das führt wohl zu weit... ;-)
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  • Kommentar von Jean-Marc Meier  (MJM)
    Diese Polemik um Vormacht und Dominanz wird eher von der Presse hochgeschaukelt als real vorhanden (SRF - nehmt euch an der Nase). Die Berner haben nach wie vor starke Schwinger - die anderen Verbände aber eben auch. Es ist doch im Sport immer so, dass die Phasen wechseln und das ist doch auch gut so - damit bleibt es spannend. Ansonsten könnte man die Rangliste gleich vor dem Eidgenössischen machen. Ganz wie Nicolas Sutter sagt - der Beste möge gewinnen.
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  • Kommentar von Stefan Knutti  (Stef69)
    Aeschbacher hat das Potenzial für den ESAF Schlussgang. Seitens des BKSV traue ich das auch Staudenmann, Curdin Orlik oder Wiget zu. Käser hat seit Estavayer falsche Prioritäten gesetzt. Im NOS sehe ich nur Giger als Königsanwärter, Armon Orlik ist nicht mehr so explosiv. Der Weg zum Königstitel führt über den ISV. Gelingt es Wicki, Reichmuth, Schuler & Co. geschlossen als Mannschaft aufzutreten und im 6./7. Gang teilverbands-taktisch zu agieren, so kommt der neue König aus der Innerschweiz.
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