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Defekte und kein Wind: Schwierige Tage für Roura
Aus Sport-Clip vom 30.11.2020.
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Alan Roura an der Vendée Globe Nach Tränen der Verzweiflung am Kap der Guten Hoffnung

Gut drei Wochen nach dem Start der Vendée Globe dürfte Alan Roura in den nächsten Tagen den Atlantik verlassen.

Alan Roura belegt in der Weltumseglung Vendée Globe weiterhin einen Platz im Mittelfeld. Aktuell liegt der Genfer an Position 17 mit einem Rückstand von rund 2000 km auf den Leader Charlie Dalin aus Frankreich.

Roura bekundete vergangenen Samstag Probleme mit der Kielhydraulik. Eine defekte Dichtung liess Öl in sein Boot laufen. Nach drei Stunden Reparaturarbeit, bei welcher auch Tränen flossen, ging der 27-Jährige erleichtert wieder auf Kurs. Er wird in Kürze das Kap der Guten Hoffnung umrunden und in den Indischen Ozean einbiegen.

Escoffier von Le Cam gerettet

Der Franzose Kevin Escoffier hatte sein Schiff derweil nach einem Notruf verlassen und ins Rettungsboot steigen müssen. Der bis dahin Drittplatzierte sendete etwa 550 Seemeilen von Kapstadt entfernt ein SOS-Signal aus und meldete seinem Team einen Wassereinbruch an Bord. Die Küstenwache kontaktierte daraufhin den nächsten Verfolger des Franzosen, Jean le Cam, der Escoffier zu Hilfe eilte.

Insgesamt 11 Stunden nach seinem Notruf war die Rettung schliesslich geschafft. Die Dunkelheit und der hohe Wellengang in der für ihre Brandung berüchtigten Region erschwerten das Unterfangen. Um 2:18 Uhr bestätigte dann der Veranstalter die gelungene Bergung Escoffiers.

Favorit Thomson muss aufgeben

Der Brite Alex Thomson musste die neunte Austragung der Weltumseglung bereits aufgeben. Der Favorit hatte vor 10 Tagen wegen Arbeiten am Boot die Führung eingebüsst.

Er reparierte strukturelle Schäden am Bug. Nun kam noch ein Bruch des Ruders hinzu. Thomson, 2013 Dritter und 2017 Zweiter der Vendée Globe, segelt nun aus eigener Kraft in den Hafen von Kapstadt.

Alan Roura schaut auf sein Boot
Legende: Das Boot immer im Blick Alan Roura an der Vendée Globe. Keystone

SRF zwei, sportflash, 23.11.2020, 20:00 Uhr;

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Guido Casellini  (CAS)
    Es sind ALLE gewinner, solange das Ziel erreicht wird !!
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  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Ich habe mit solchen Leuten kein Mitleid, die solche Sachen machen.
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    1. Antwort von Andrea Vira  (Andrea Vira)
      Ich denke auch nicht das sie ihr Mitleid wollen. Sie sind einfach sich selber, Abenteurer und machen was sie machen müssen! Ich verneige mich vor Ihnen.
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    2. Antwort von Fabian Meier  (FabianMeier96)
      mitleid ist wohl auch das falsche wort und wollen diese segler auch nicht.
      jedoch ist die hochachtung des sportgeistes und der freundschaft in diesem sport sehr hoch. das hat nichts mit mitleid sondern mit mitgefühl zu tun. sein eigenes rennen für das eines kollegen aufzugeben, die platzierung (le cam war mit einer beeindruckenden leistung ohne foils in den top 4) herzugeben um einen kollegen zu retten (was in diesen gewässern nie sicher ist)
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    3. Antwort von Aaron Teuscher  (Aaron Teuscher)
      Da spricht Jemand mit Gartenzaunhorizont, Die Segelwelt ist eine sehr offene, hilfsbereite und Horizonterweiternde Szene!
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  • Kommentar von Donald Breil  (Donald B.)
    Zur Zeit der Hinterste im Hauptfeld siehe https://vendeeglobe.org/en/tracking-map
    Er könnte von dem Feld vor ihm profitieren. Sein Schiff vermag aber im direkten Vergleich nicht mithalten (Geschwindigkeit) seine Konkurrenten sind meist mit doppelter km/h unterwegs (er mit 12kmh, andere mit 24km/h) älteres Schiff oder seine Navigations-Künste ?
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    1. Antwort von Fabian Meier  (FabianMeier96)
      Meist sind solche Unterschiede dem Wind zuzuschreiben. Über die bereits gesegelte Distanz können kleinste Unterschiede im Boatspeed bewirken, dass mannhinter das Feld fällt. Im ungünstigen Fall kommt dann das Feld besser durch die windarmen Zonen (St.Helena-Hoch). Und schon ist der Abstand so gross, dass andere Winde herschen können/werden.
      Der Unterschied im Boatspeed ist wahrscheinlich dem Alter „la Fabrique“ zuzuschreiben. Und dass Alan daher mit kürzeren Foils segelt, als die Konkurrenz.
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    2. Antwort von Fabian Meier  (FabianMeier96)
      Dass er nun hinter dem Feld fährt ist sicherlich nicht optimal. Da er jedoch auch weit vor dem Verfolgerfeld fährt wird Alan wahrscheinlich nun nicht mit vollem Risiko fahren und nochmals etwas an Boden verlieren. Das Ziel ist der Hafen in les Sables.
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    3. Antwort von Matthias Eigenmann  (Eigiman)
      In der Tat hat er im Vergleich ein eher bescheidenes Budget und Team. Sein Boot ist aus dem Jahre 2007, was nicht nur Einfluss auf das Gewicht hat (Top Boote unter 8 Tonnen, er bringt 9 auf die Waage). Zudem gilt im Segeln meist "The rich get richer" und Aufhohlen im Offshore Bereich unglaublich schwierig. Das ganze nur auf seine Navigationsskills zu reduzieren würde mich mir aus der Distanz nicht anmassen, zu viele Faktoren spielen da mit.
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