Oracles neue Hoffnung dank «King Ben»

Mit 5 Siegen in Serie hat sich Titelverteidiger Oracle eindrücklich zurückgemeldet und im America’s Cup auf 6:8 verkürzt. Diese Wende ist eng mit dem britischen Taktiker Sir Ben Ainslie verknüpft.

Oracle-Taktiker Sir Ben Ainslie. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mit ihm kam die Wende Oracle-Taktiker Sir Ben Ainslie. Keystone

Die Spannung ist zurück im America's Cup («tagesschau»)

0:56 min, vom 24.9.2013

In der Segel-Szene ist man sich einig: Am Ursprung der Auferstehung von Oracle beim America’s Cup steht der Brite Ben Ainslie. Seit der 36-Jährige den Amerikaner John Kostecki als Taktiker abgelöst hat, fuhr der Titelhalter in 9 Regatten 7 Siege ein.

Ainslie gibt Lob ans Team weiter

«Ich könnte kaum glücklicher sein mit der Entwicklung des Finals», sagt Ainslie. Doch auch wenn gleich mehrere dieser Erfolge direkt auf die gewieften Entscheidungen des vierfachen Olympiasiegers zurückzuführen waren, gibt «King Ben» die Lorbeeren weiter: «Unsere Schiffsarchitekten und Techniker haben in den letzten Tagen grosse Arbeit geleistet.»

In Grossbritannien ein Star und Ritter

Ainslie hatte bei Oracle auf seine Chance warten müssen, weil Kostecki ein ausgewiesener Kenner der Bucht von San Francisco ist. Dem 10-fachen Weltmeister unterliefen an den ersten Renntagen aber diverse Fehler.

So schlug die Stunde von Ben Ainslie, der in Grossbritannien längst ein Superstar ist und zu Beginn des Jahres gar zum «Sir» geadelt wurde. Neben der taktischen Brillanz loben seine Teamkollegen vor allem auch die Kommunikation, die sich unter Ainslie verbessert habe.

Ob dies für Oracle reicht, um doch noch den grossen Triumph zu holen, ist offen. Sir Ben Ainslie allerdings wird in jedem Fall zu den Gewinnern des 34. America’s Cup zählen.