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Bestaven gewinnt die Vendée Globe
Aus Sport-Clip vom 28.01.2021.
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Spannung & Drama ganz zum Ende Bestaven gewinnt Vendée Globe – Herrmann kollidiert mit Fischern

Der Franzose Yannick Bestaven beendet die Regatta nach 80 Tagen, 3 Stunden, 44 Minuten und 46 Sekunden. Alan Roura ist noch unterwegs.

Der Sieger der 9. Ausgabe der Vendée Globe heisst Yannick Bestaven. Der Franzose kam zwar erst als Dritter hinter seinen Landsmännern Charlie Dalin und Louis Burton in Les Sables-d'Olonne an. Der 48-Jährige profitierte aber von einer Zeitgutschrift für die Rettungsaktion des schiffbrüchigen Teilnehmers Kevin Escoffier. Diese betrug 10 Stunden und 15 Minuten.

Bestaven hatte vor dem Start im November nicht zu den Favoriten gezählt, gewann die Weltumsegelung aber nun bei seiner erst zweiten Teilnahme. Bei seiner ersten Vendée Globe im Jahr 2008 hatte Bestaven schon in der Anfangsphase wegen eines Mastbruchs aufgeben müssen.

Als vor Brasilien mein Vorsprung von 400 Meilen weg war, habe ich nicht mehr an den Sieg geglaubt.
Autor: Yannick Bestaven

Nun blieb Bestaven von einem ähnlichen Missgeschick verschont und seine Freude im Ziel war entsprechend gross: «Wenn du in den Top 5 bist, dann willst du auch auf das Podest. Und als ich in Führung lag, habe ich mir gesagt, dass etwas Grosses möglich sei.»

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Die Ankunft von Sieger Yannick Bestaven
Aus Sport-Clip vom 28.01.2021.
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Bestavens Gemütslage war aber auch schon weniger optimistisch: «Als vor Brasilien mein Vorsprung von 400 Meilen weg war, habe ich nicht mehr an den Sieg geglaubt.» Und was wünscht sich der Sieger nach 80 Tagen auf hoher See? «Ein gutes Bier», so Bestaven.

Spannung pur bis zum Schluss

Die diesjährige Austragung war so spannend wie selten eine Vendée Globe zuvor. Zu Beginn dieser Woche kamen rund eine Hand voll Boote für den Gesamtsieg in Frage. Zur Spitzengruppe gehörte auch der Deutsche Boris Herrmann. Dieser hatte auf den letzten Seemeilen noch Chancen auf einen Podestplatz, ehe sich ein kleines Drama ereignete.

So etwas habe ich auf See noch nie erlebt.
Autor: Boris Herrmann

Der 39-Jährige kollidierte rund 85 Seemeilen vor dem Ziel im Golf von Biskaya mit einem Fischerboot. «Plötzlich sah ich eine Wand neben mir, die Schiffe verhakten sich, ich hörte Männer rufen», berichtete Herrmann später von Bord seiner Yacht. «So etwas habe ich auf See noch nie erlebt», sagte der erfahrene Herrmann: «Aber das wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde.»

Greta Thunberg gratuliert Boris Herrmann (der sie 2019 über den Atlantik gesegelt hat)

Wegen der Schäden an seiner Yacht «Seaexplorer» konnte Herrmann nach der Kollision nur mit reduzierter Geschwindigkeit weiter segeln und verpasste das Podest. Er wurde Vierter.

Bei Roura dauert es noch eine Weile

Alan Roura, der einzige Schweizer Teilnehmer, hat bislang knapp 90 Prozent der Strecke zurückgelegt und wird noch weit über eine Woche unterwegs sein. Der Genfer hatte bislang auf seiner Reise immer wieder mit diversen Defekten zu kämpfen.

SRF zwei, sportflash, 27.1.21, 22:45 Uhr;

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Matthias Obrist  (Ma27)
    Greta darf grundsätzlich sowie aufgrund ihrer Reise mit Herrmann und dessen eindrücklichen Schilderungen der Folgen des Klimawandels z.b. im letztjährigen Vortrag beim Hamburger Yachtclub durchaus gratulieren.
  • Kommentar von max stadler  (maxstadler)
    Greta hat hier nichts zu suchen sie soll mal ihr Maul halten.
  • Kommentar von Urs Ziegler  (Urs Ziegler)
    Man muss schon hartgesotten sein, um so eine "Höllenfahrt" durchzustehen und spezielle Fähigkeiten haben. Ich respektiere alle, die sich überhaupt auf den Weg gemacht haben und bewundere die, die am Schluss tatsächlich wieder ankommen. Der Schnellste ist zwar der Beste, aber für mich alle Sieger, die durchkommen. Ich hoffe Alan Roura hat noch genug zu Essen für die restlichen 14 Tage und halte ihm die Daumen!!! Allée Alan!!!