Andri Ragettli ballte nach seinem zweiten Run im Slopestyle-Final beim Laax Open die Fäuste. Doch für einen Podestplatz reichte es dem Lokalmatador nicht. Weil dem Flimser der letzte Sprung nicht optimal gelungen war, fehlten ihm die entscheidenden Zähler für eine Top-Klassierung. Ragettli erhielt 78,53 Punkte, was in der Endabrechnung für Platz 7 reichte. Der Rückstand auf den drittplatzierten Evan McEachran (CAN) betrug nur etwas mehr als 4 Punkte.
Neben Ragettli hatten es auch Nils Rhyner und Kim Gubser in den Final der besten 14 geschafft. Weder Rhyner (11.) noch Gubser (13.) gelang beim letzten Weltcup vor den Olympischen Spielen jedoch ein Top-Resultat.
Den Sieg schnappte sich Birk Ruud (85,08). Der Norweger hatte exakt einen Punkt mehr auf dem Konto als der Österreicher Matej Svancer.
Gremaud patzt
Auch bei den Frauen stach mit Mathilde Gremaud der Schweizer Trumpf nicht. Die Olympiasiegerin von Peking setzte den ersten Run in den Schnee, weil sie beim zweiten Rail kurzzeitig das Gleichgewicht verlor. Beim zweiten Lauf rutschte sie bereits beim ersten Rail ab. Weil auch der Rest des Laufs nicht ideal gelang, erhielt die Freiburgerin von den Judges nur 60,03 Punkte, was für Schlussrang 7 reichte.
Der Sieg ging an die chinesische Topfavoritin Eileen Gu (85,13 Punkte), die sich klar gegen Marin Hamill (USA/71,83) und Lara Wolf (AUT/67,85) durchsetzte. Die Schweizerinnen Sarah Höfflin und Giulia Tanno waren bereits in der Qualifikation hängengeblieben.
Spannung pur in der Halfpipe
Gleich in beiden Snowboard-Finals in der Halfpipe kam es beim allerletzten Run noch zu einem Umsturz im Klassement. Bei den Frauen pulverisierte die 17-jährige Südkoreanerin Gaon Choi den vorherigen Bestwert um fast 10 Punkte. Mit 92,50 Zählern stellte sie die gar noch ein Jahr jüngere Japanerin Rise Kudo (82,75) in den Schatten. Die Chinesin Xuetong Cai (75,25) komplettierte das Podest.
Bei den Männern stellte Routinier Scotty James zum Abschluss sein ganzes Können unter Beweis. Der 31-jährige Australier kam dank einem beinahe perfekten Run auf 98,75 Punkte und fing den 19-jährigen Neuseeländer Campbell Melville Ives (91,00) noch ab. James' Landsmann Valentino Guseli (80,25) sorgte für einen ozeanischen Dreifach-Sieg.