Chiara von Moos gilt seit Jahren als die grosse Schweizer Hoffnung im Skicross. In dieser Saison bestätigt die 20‑jährige Obwaldnerin ihr Potenzial eindrucksvoll im Europacup – der Schritt in die Weltelite steh kurz bevor. Doch bevor sie dieses Kapitel aufschlägt, will sie von der Junioren-WM in St. Moritz ab Freitag eine Medaille mit nach Hause nehmen.
Konstanz auf höchstem Niveau im Europacup
An den Nachwuchs-Titelkämpfen im Engadin geht von Moos als Topfavoritin an den Start. Ein Blick auf ihre Europacup-Bilanz zeigt warum: In 15 Rennen feierte sie 5 Siege und stand dreimal als Zweite auf dem Podest. Nur beim Saisonauftakt in Schweden verpasste sie die Top 10 – nach einem Ausfall.
Mein Ziel ist es, mich für die ersten Weltcuprennen zu qualifizieren und vielleicht einmal einen Halbfinal zu erreichen.
Entsprechend ist der 20-Jährigen der Sieg im Gesamtweltcup kaum mehr zu nehmen. Nach der Junioren-WM stehen lediglich zwei weitere Rennen auf dem Programm, ebenfalls in St. Moritz. Der Vorsprung der Obwaldnerin auf die erste Verfolgerin, die Französin Mathilde Brodier, beträgt komfortable 192 Punkte. Damit wird von Moos in der kommenden Saison über einen Fixplatz im Weltcup verfügen. «Daran habe ich noch gar nicht gross gedacht», sagt sie im SRF‑Interview. «Ich will zuerst diese Saison abschliessen. Aber die Vorfreude auf den nächsten Winter ist riesig.»
Nächste Ziele: WM-Medaille – Gesamtsieg – Weltcup
Die Freude ist auch deshalb so gross, weil sie sich dann auf derselben Bühne wie ihr Idol Fanny Smith messen kann. «Mein Ziel ist es, mich für die ersten Weltcuprennen zu qualifizieren und vielleicht einmal einen Halbfinal zu erreichen», blickt sie aber dennoch etwas weiter voraus. Von Moos möchte Schritt für Schritt nehmen, von Saison zu Saison denken – und sich kontinuierlich steigern.
Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Vorerst gilt die volle Konzentration den Heim-Titelkämpfen. «Mein Ziel ist klar: Ich möchte auf das Podest. Ich will eine Medaille nach Hause bringen», sagt von Moos selbstbewusst. Und die Vorzeichen stehen gut, dass St. Moritz an den kommenden beiden Wochenenden zu ihrem persönlichen Jubel-Ort werden könnte – erst mit einer WM-Medaille, danach gekrönt vom Triumph in der Gesamtwertung des Europacups.