Ammann: «Es hat alles zusammengepasst»

Mit seinem grossen Sieg beim Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf hat Simon Ammann eine fast dreijährige Durststrecke ohne Weltcupsieg beendet. Entsprechend gross war die Freude beim Toggenburger nach dem Erfolg.

Den letzten Weltcupsieg hatte Ammann am 13. März 2011 in Lahti einfahren können. In Oberstdorf hat der 32-Jährige nun eindrücklich zum Erfolg zurückgefunden. «Ich musste lange auf einen Sieg warten. Jetzt bin ich einfach nur glücklich», freute sich Ammann.

Perfekte Vorbereitung nach Engelberg

Im Vorfeld hatte nicht viel auf einen solchen Exploit hingedeutet. Noch in Engelberg war Ammann weit weg von den Spitzenplätzen. Nach den Rückschlägen bei den Heimspringen habe er dann aber den richtigen Weg eingeschlagen. «Ich habe mich total zurückgezogen und konnte mich perfekt vorbereiten. Vor dem Wettkampf war ich dann extrem ruhig und sehr fokussiert», analysierte der Toggenburger.

Eine «Rakete» gezündet

Der Schlüssel zum Sieg war der erste Durchgang. «Ich habe lange auf einen solchen Sprung gewartet. Dass ich dann so eine 'Rakete' zünden konnte, war auch für mich unglaublich. Es hat einfach alles zusammengepasst.» Der Versuch auf 139 Meter brachte Ammann nicht nur die Halbzeit-Führung ein, er sorgte beim Schweizer vor der Entscheidung auch für die nötige Ruhe. «Nach so einem Sprung stimmt das Selbstvertrauen natürlich.»

Schritt für Schritt nach Bischofshofen

Obwohl Ammann nach dem überzeugenden Auftritt in Oberstdorf nun zu den grossen Favoriten auf den Tournee-Sieg zählt, will er nicht zu weit nach vorne blicken: «Es ist noch ein langer Weg bis nach Bischofshofen. Ich muss Schritt für Schritt nehmen. Im Moment geniesse ich einfach diesen Erfolg und bereite mich dann auf das nächste Springen in Garmisch vor.»