Zum Inhalt springen

Skispringen Ammann segelt weit am Finaldurchgang vorbei

Simon Ammann ist der Auftakt in die Vierschanzentournee komplett misslungen. Ein Satz auf lediglich 123 Meter kostete den Toggenburger in Oberstdorf den Finaleinzug.

Legende: Video «Ammann scheitert im 1. Springen» abspielen. Laufzeit 1:52 Minuten.
Aus sportaktuell vom 30.12.2016.
  • Ernüchternder Start: Nur Rang 37 und 123 Meter
  • Ein gesunder Ammann verpasste letztmals 2013 den Final eines Tournee-Springens

Bei Simon Ammann war im Oberallgäu von Anfang an der Wurm drin. Der vierfache Olympiasieger, der in einer Formkrise steckt, flog schräg über den Bakken und kam am Tisch überhaupt nicht nach Wunsch weg.

Das war der falsche Tag für einen solchen Fehler.
Autor: Simon Ammann

So befand er sich von Beginn weg in einer viel zu tiefen Flugphase, eine Korrektur war in der Luft nicht mehr möglich. Ammann landete bereits bei 123 Metern. In der Qualifikation tags zuvor war er immerhin auf 128,5 m gesegelt. «Das war der falsche Tag für einen solchen Fehler. Vor dieser Kulisse musst du einfach zweimal springen», ärgerte er sich hinterher.

Ein ungleiches Duell

Aus dem K.o.-Duell mit Juri Tepes ging der Schweizer als klarer Verlierer hervor. Der Slowene landete bei 133,5 m und nahm einem konsternierten Ammann 26,5 Punkte ab. Auch ein Weiterkommen als einer von 5 Lucky Losern lag für den Toggenburger ausser Reichweite. In der Endabrechnung belegte er den 37. Platz. Zeit, um über seine schwache Leistung zu sinnieren, bleibt zum Glück nicht. So sagt der Routinier: «Ich bin froh, dass es gleich weitergeht.»

Zuletzt hatte der 35-Jährige in Oberstdorf 2014 einen Finaldurchgang verpasst, damals stürzte er allerdings schwer. Abgesehen davon war er in jüngster Vergangenheit 11 Mal in Serie im Finaldurchgang vertreten. 2013 in Bischofshofen war er bereits frühzeitig gescheitert.

Auf der Schattenbergschanze war Ammanns Bilanz seit je überaus stark. Abgesehen von 2014 hatte er seit 2005 stets einen Platz in den Top 12 belegt. 2008 und 2013 gewann Ammann das Auftaktspringen der Tournee.

Sendebezug: SRF zwei/SRF info, sportlive, 30.12.2016 16:40 Uhr

Legende: Video «Ein Sprung zum Vergessen für Simon Ammann» abspielen. Laufzeit 0:57 Minuten.
Vom 30.12.2016.

8 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Klaus Kreuter (Klaus Kreuter)
    Begreift der eigentlich nicht das seine Zeit vorbei ist? Er hat tolle Höhepunkte aber offenbar schlechte Berater.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Samuel Niederhauser (YB4Ever)
    Er muss niemandem mehr etwas beweisen. So lange er Freude daran hat, soll er weitermachen. Ausserdem glaube ich auch daran, dass er nochmals nach vorne kommen wird. Wie weit, werden wir sehen. Das Niveau ist schon gewaltig. Rein sprungmässig brauchts einige kleine Dinge und dann ist er wieder dabei. Die Landung jedoch wird wohl nie wieder ganz konkurrenzfähig sein.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Samuel Niederhauser (YB4Ever)
    Ihr Nörgler habt wohl ein trauriges und unzufriedenes Leben. Im Gegensatz zu Ammann, der tut, was er liebt und bis vor kurzem auch sehr erfolgreich war. Es gibt im Skispringen einige Beispiele von Springern, die lange untendurch mussten und dann wieder zurück kamen. Diese Saison zB Fettner und Kofler. Die waren noch weiter weg als es Ammann momentan ist. Oder ein Kasai war in den Nullerjahren auch nur ein Schatten seiner selbst, bevor er in den letzten Jahren nun wieder stark wurde!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen