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Skispringen Ammann vor dem Winter der Wahrheit

Simon Ammann ist auch mit 35 Jahren noch topmotiviert. Der Doppel-Doppel-Olympiasieger kämpft aber nach wie vor mit der Landung. An den Schweizer Meisterschaften stand er erstmals seit 2000 nicht auf dem Podest.

Legende: Video Simon Ammann nimmt einen weiteren Anlauf abspielen. Laufzeit 05:19 Minuten.
Aus sportpanorama vom 23.10.2016.

«Ich bleibe dabei, der rechte Fuss bleibt vorne beim Telemark. Das hat sich stabilisiert», sagt Simon Ammann. Die Umstellung bei der Landung zeitigt aber noch nicht den gewünschten Erfolg. Das belegen die Resultate.

Das alte Lied mit der Landung

«Nach dem Sommer-GP in Einsiedeln war ich enttäuscht, dass ich so langsam vorwärts komme», sagt der Toggenburger. Ammann lässt sich aber nicht entmutigen. Auch vom 5. Rang am Sonntag an den Schweizer Meisterschaften in Kandersteg nicht. Statt dem 6. Titelgewinn in Serie und den 7. insgesamt zu feiern, verpasste Ammann erstmals seit dem Jahr 2000 das Podest.

Mit 35 Jahren ist man nicht jeden Tag frisch.

Nach dem 1. Durchgang war der vierfache Olympiasieger noch Zweiter gewesen. Ammann sprang mit 100 und 101,5 m genau gleich weit wie Sieger Killian Peier (95,5/106), erhielt aber deutlich schlechtere Haltungsnoten. Die alte Leier.

Noch kaum Fortschritte

«An diesem Wochenende habe ich noch keine Verbesserung gesehen», stellt Punktrichter Christian Würsten fest. Ammann sieht sich bei 18,5. Gemäss Würsten bräuchte er für eine 19 oder mehr Folgendes: «Er müsste den Ausfallschritt bei der Landung zeigen.»

Er habe in Kandersteg nicht so richtig in den Flug gefunden, dann gestalte sich eben auch die Landung schwierig, erklärt Ammann. Er weiss: Nur Übung macht den Meister. «Es braucht einfach qualitativ und auch quantitativ Sprünge, mit 35 Jahren ist man aber nicht jeden Tag frisch», sagt Ammann. Da tritt Cheftrainer Ronny Hornschuh auf den Plan: «Ich muss manchmal härter mit ihm ins Gericht gehen.»

Solange die Lust da ist, höre ich nicht auf.

Rücktritt noch kein Thema

Ans Aufhören denkt Ammann noch nicht: «Solange die Lust da ist, mache ich weiter.» Die Challenge, einen guten Sprung und eine gute Note zu kombinieren, lässt ihm keine Ruhe. Erst wenn er das schafft, sei der Moment gekommen, um aufzuatmen. «Es ist sicherlich der Winter der Wahrheit in dieser Sache», sagt Ammann. Spätestens bei der WM Ende Februar 2017 in Lahti soll sich die harte Arbeit auszahlen.

Schweizer Meisterschaften. Skispringen. Männer (Hillsize 106):
1. Killian Peier (SC Vallée de Joux) 249,5 (95,5 m/106 m). 2. Gabriel Karlen (SC Gstaad) 248,5 (94,5/107,5). 3. Gregor Deschwanden (SC Horw) 242,0 (97/102,5). 4. Luca Egloff (SC Grabserberg) 238,5 (99/99). 5. Simon Ammann (SSC Toggenburg) 237,5 (100/101,5). 6. Andreas Schuler (SC Einsiedeln) 218,5 (92,5/97). - 22 Springer am Start.
Frauen (HS 72): 1. Sabrina Windmüller (SSC Toggenburg) 205,2 (65/62,5). 2. Rea Kindlimann (SC Am Bachtel Wald) 171,1 (57/59). 3. Charlotte Suter (SC Am Bachtel Wald) 155,8 (55/54). - 7 Springerinnen am Start.
Junioren (HS 106): 1. Dominik Peter (SC Am Bachtel Wald) 269,5 (105,5/107).

Sendebezug: SRF zwei, sportpanorama, 23.10.2016, 18:15 Uhr

2 Kommentare

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  • Kommentar von Alfred Schläpfer (191.5yenokavan)
    Simon Ammann - auf der Sprungschanze von Wildhaus gross geworden. Steuersitz im Kanton Schwyz. Würde nie in die Sportanlagen der Bergbahnen Wildhaus investieren. Obwohl er dort sein Rüstzeug bekommen hat. Für mich frag- bis unglaubwürdig. Oder einfach die Realität einer "Geiz ist geil" und "Weil ichs mir wert bin" Mentalität?
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  • Kommentar von Martin Rolli (Gstaader)
    Wertes SRF Sport-Team Sehr interessiert verfolge ich eure Berichterstattung, schön wenn Sie über Simon Ammann berichten. Als Gebührenzahler erwarte ich zumindest die Erwähnung des neuen Schweizer Meisters Killian Peier des SC Valeé de Joux. Das Skispringen hat wieder Nachwuchs für die Zeit nach der Ära "Ammann". Zudem würden Sie diese Athleten zusätzlich motivieren. Auf www.nordicarena.ch finden sich alle Informationen zu diesem gelungen Anlass. Es grüsst der Sportenthusiast
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