Prevc mit weiterer Demonstration zum Tournee-Sieg

Peter Prevc heisst der Sieger der 64. Vierschanzen-Tournee. Der Slowene dominierte die Konkurrenz auch in Bischofshofen. Simon Ammann gelang als Achter ein versöhnlicher Abschluss.

Nach seinen überlegenen Siegen in Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck liess Peter Prevc der Konkurrenz auch in Bischofshofen keine Chance. Bereits im 1. Durchgang überflügelte er sämtliche Gegner und stellte mit 139 Meter die Bestweite auf. Im Final doppelte er mit 142,5 Metern nach.

Prevc beendete damit nicht nur die seit 7 Jahren andauernde Dominanz der Österreicher an der Vierschanzen-Tournee, er krönte sich auch zum ersten slowenischen Sieger seit Primoz Peterka 1996/97.

Einziger Wermutstropfen: Beim Auftakt in Oberstdorf war der 23-Jährige ein Opfer der wechselnden Bedingungen geworden und hatte sich «nur» auf Platz 3 klassiert. Damit bleibt Sven Hannawald (De) der einzige Springer, der sämtliche Wettbewerbe der Vierschanzen-Tournee für sich entscheiden konnte (2001/02).

Freund geschlagen

Severin Freund, auf dem die Hoffnungen der deutschen Equipe auf den Tournee-Sieg geruht hatten, musste sich nach Sprüngen auf 136 und 141 Meter sowohl in der Tages- als auch in der Gesamtwertung mit Platz 2 begnügen. Am Ende betrug sein Rückstand 26,5 Punkte auf Prevc.

Der Österreicher Michael Hayböck verdrängte am Ende dank seinem 3. Platz in Bischofshofen Kenneth Gangnes (No) in der Gesamtwertung noch vom Podest und wurde Dritter.

Ammanns Satz auf 136 Meter

1:07 min, vom 6.1.2016

Ammanns Freud' - Deschwandens Leid

Für Simon Ammann endete die Vierschanzen-Tournee versöhnlich. Am Ort seines schweren Sturzes vor einem Jahr landete der Toggenburger im 1. Durchgang nach 136 Metern und stellte damit die zweitbeste Weite hinter Dominator Prevc auf.

Auch die 132 Meter im Final nach verkürztem Anlauf durften sich sehen lassen. Am Ende resultierte mit Platz 8 die beste Weltcup-Platzierung in diesem Winter. Im Gesamtklassement stiess der 34-jährige Routinier auf Rang 11 vor.

Der 2. Schweizer am Start, Gregor Deschwanden, stürzte bereits im K.o.-Duell mit Daniel Andre Tande (No) ab. Nach seinem «Hüpfer» auf 108 Meter war der Final ausser Reichweite, der Obwaldner musste mit Platz 49 vorliebnehmen.

Sendebezug: SRF zwei, «sportlive», 06.01.2016, 16:50 Uhr.