Schlierenzauer triumphiert erneut

Gregor Schlierenzauer hat die Vierschanzentournee zum 2. Mal in Folge gewonnen. Der Österreicher verteidigte seinen Vorsprung auf den Norweger Anders Jacobsen im abschliessenden Springen in Bischofshofen mit dem Tagessieg souverän.

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Skispringen in Bischofshofen

1:13 min, vom 6.1.2013

Knapp 11 Punkte hätte Anders Jacobsen im Abschlussspringen der Vierschanzentournee aufholen müssen, um Gregor Schlierenzauer noch an der erfolgreichen Titelverteidigung und dem 5. österreichischen Sieg in Folge zu hindern.

Doch der erst 22-jährige Österreicher liess vor Heimpublikum nichts anbrennen und sicherte sich im 2. Durchgang mit einem Flug auf 137,5 Meter den Tagessieg in Bischofshofen und damit den Gesamtsieg bei der 61. Austragung des Traditionsspringens. «Es dauert sicher seine Zeit, bis ich das begriffen habe. Es war bis zum Schluss extrem spannend», sagte der alte und neue König der Lüfte.

Jacobsen auf Rang 2 verdrängt

Seinem norwegischen Verfolger Jacobsen, der die ersten beiden Springen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen gewonnen hatte, nutzte ein weiter Flug auf 139 Meter und Rang 2 in Bischofshofen nichts mehr. Am Ende fehlten dem 27-Jährigen rund 13 Punkte zum 2. Triumph nach 2007.

Ammann und Deschwanden scheitern

Für Simon Ammann endete die Vierschanzentournee mit einer weiteren Enttäuschung. Der Toggenburger, der in der Qualifikation am Vortag Rang 28 belegt hatte, sprang lediglich auf 122,5 Meter und verlor damit sein Duell gegen den Tschechen Jan Matura deutlich. In der Endabrechnung belegt der vierfache Olympiasieger damit den 27. Rang.

Mit Gregor Deschwanden, als 50. der Qualifikation gerade noch in den Final gerutscht, verpasste auch der 2. Schweizer den Einzug in den 2. Durchgang klar. Der Luzerner hatte mit einer Weite von 119,5 Metern gegen Quali-Sieger Wolfgang Loitzl (130 Meter) erwartungsgemäss keine Chance gehabt. Die Tournee beendet er auf dem 41. Platz.

Gesamtklassement Vierschanzentournee:

1. Gregor Schlierenzauer (Ö) 1100,2 Punkte
2. Anders Jacobsen (No) 1087,2
3. Tom Hilde (No) 1029,2

Ferner die Schweizer:
27. Simon Ammann 722,7
41. Gregor Deschwanden 472,4