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Skispringen Simon Ammann macht weiter

Simon Ammann hat noch nicht genug: Der Toggenburger wird noch mindestens eine Saison anhängen. Ob der vierfache Olympiasieger im Frühling 2015 zurücktreten wird, liess er offen.

«Skispringen ist meine grosse Leidenschaft. Ich spüre, dass der Zeitpunkt für einen Rücktritt noch nicht gekommen ist», begründet Simon Ammann seinen Entscheid. Er sei überzeugt, mit einem guten Aufbau weiterhin in der Weltspitze springen zu können. «Die Erfolge im ersten Teil der vergangenen Saison und auch die Erkenntnisse im Materialbereich sind vielversprechend. Deshalb verspüre ich grosse Motivation, weiter zu machen.»

Stark zum Entscheid beigetragen habe die Tatsache, dass er mit seinem bisherigen Team weiterarbeiten kann: «Diese Rahmenbedingungen brauche ich, um Erfolg zu haben», so der 32-Jährige.

Schödler: Einmaliger Botschafter

Skisprung Disziplinenchef Berni Schödler begrüsste Ammans Entscheid: «Mit ihm haben die jungen Athleten einen Leader, dem sie mit vollem Engagement nacheifern können. Er ist ein einmaliger Botschafter für das Skispringen in der Schweiz», wurde er in einer Mitteilung von Swiss-Ski zitiert.

Nur die Vierschanzentournee fehlt

Sein Weltcup-Debüt gab Ammann 1997 in Oberstdorf, seither sicherte er sich 21 Weltcup-Siege, zuletzt in Oberstdorf Ende Dezember, und stand 73 Mal auf dem Podest. Die grössten Erfolge feierte Ammann bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City (2002) und Vancouver (2010), wo er jeweils beide Goldmedaillen in den Einzel-Konkurrenzen abräumte.

2007 holte Ammann WM-Gold in Sapporo, 2010 gewann er die Skiflug-WM in Planica. Im selben Jahr konnte er auch den Weltcup für sich entscheiden. Einzig ein Sieg an der prestigeträchtigen Vierschanzentournee fehlt noch im Palmarès des 32-Jährigen.

Auf dem Weg nach Planica

Ammann beendet die Saison 2013/14 mit drei Springen im slowenischen Planica an diesem Wochenende. Dort wolle er seinen Top-10-Platz im Weltcup verteidigen, um die nächste Saison als Vorqualifizierter in Angriff nehmen zu können, teilte er mit. Momentan liegt er im Gesamtweltcup an 7. Stelle.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Valentin Vieli, Wald
    Träumt weiter vom Schweizer Nachwuchs. Deschwanden hat hin und wieder sein Können aufblitzen lassen aber dahinter: gähnende Leere. Ohne Simi würde für uns Skisprigen eine totale Randsportart. Dieser Athlet ist erstens sportlich unübertroffen, zudem auch ein cooler Typ für Zuschauer, Medien und Sponsoren. Ob Ammann den Noriaki Kasai "überholt" und mit 41 immer noch Weltklasse verkörpert, glaub ich kaum. Aber der Japaner wird noch springen, wenn wir kein Schweizerkreuz mehr auf der Schanze sehen
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  • Kommentar von Valentin Vieli, Wald
    Den Rücktritt darf ein gesunder Sportler immer noch selber entscheiden. Die Vorbildfunktion für viele andere Athleten spreche ich dem erfolgreichsten Springer aller Zeiten sicher nicht ab. Er ist auch für Medien, Fans und Sponsoren ein toller Typ. Aber dass durch Simi junge Springer in der Schweiz an die Weltspitze geführt werden können, glaubt doch sicher keiner. Hinter Amman steht noch Gregor Deschwanden, der gelegentlich mal seine Klasse aufblitzen lässt. Dahinter nur gähnende Leere.
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  • Kommentar von Martin Baer, Adliswil
    Ich finde es gut, dass sich Simon nach diesem Olympiawinter nicht einfach so verabschiedet. Er hat es auch in diesem Winter angedeutet, dass er es immer noch drauf hat. Er ist der Leader im Team und die anderen können dahinter heranwachsen und Ihre Leistungen bringen.
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