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Rückkehr nach 11 Monaten Podladtchikov: «Mich zu bremsen, ist gefährlich»

In der Nacht auf Freitag gibt Iouri Podladtchikov in China sein Comeback. Ist der Halfpipe-Künstler stärker denn je?

Die Krankenakte von Iouri Podladtchikov seit März 2017 ist happig:

  • Kreuzbandriss
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Fussoperation
  • Magengeschwür

Seinen letzten Wettkampf bestritt der 30-Jährige Anfang Kalenderjahr 2018. Bei den X-Games stürzte er damals schwer. Den Start in Pyeongchang bei den Olympischen Winterspielen, die ihm 4 Jahre zuvor in seiner zweiten Heimat Sotschi noch Gold eingetragen hatten, musste er kurzfristig absagen.

Nach überstandener Rehabilitation waren die jüngsten Komplikationen nicht minder besorgniserregend. Bauchschmerzen waren der offizielle Grund für seine Absenz beim Weltcup-Auftakt. Später erst wurde bekannt, dass dem Zürcher eine beklemmende Fehldiagnose gestellt worden war. Die Ärzte äusserten beim Zürcher einen Krebsverdacht. Genauer: einen Magen-Tumor. Kurz darauf revidierten sie und sprachen von einem Magengeschwür.

Mit ganz neuem Elan am Werk

Bestens erholt von all diesen Rückschlägen tritt Podladtchikov in der Nacht auf Freitag im chinesischen Secret Garden zum ersten Contest seit 11 Monaten an. Vorfreude und Zuversicht seien «nach dieser extremen Geduldsprobe» gleichermassen gross, bestätigte er. Und mit Rang 2 in der Qualifikation setzte er schon mal ein vielversprechendes Ausrufezeichen.

In der Szene heisst es, dass die Sprünge des Olympiasiegers ein neues Level erreicht hätten. Tatsächlich konnte er einen Monat lang in Saas Fee schmerzfrei und bei nahezu perfekten Bedingungen trainieren. Dabei eignete er sich neue Tricks an. Podladtchikovs Credo: «Aus Negativem schöpft man die meiste positive Energie!» Und dann äussert er mit Blick zurück auch noch diese Kampfansage: «Mich zu bremsen, ist gefährlich.»

Sendebezug: Radio SRF 1, Abendbulletin, 20.12.2018 18:45 Uhr