Orlik: «Eine Ehre für mich und den ganzen Schwingsport»

Zu Beginn der Schwingersaison 2016 war Armon Orlik nicht allgemein bekannt. Das änderte sich Ende August, als er am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest bis in den Schlussgang kam. Seine starke Saison krönte er mit der Auszeichnung als «Newcomer des Jahres».

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Dankesrede von Armon Orlik

1:16 min, vom 18.12.2016

Noch musste Orlik in Estavayer dem fast zehn Jahre älteren Matthias Glarner den Vortritt lassen. Aber schon kurz nach dem Schlussgang hob der neue Schwingerkönig aus Meiringen den Jungspund in den Adelsstand.

«Wahnsinnig, wie der schwingt»

Vor den 50'000 in der Arena sagte Glarner über Orlik, es sei «wahnsinnig, wie der schwingt». Ein wertvolleres Kompliment als das des Sportlehrers und Sportwissenschaftlers Glarner kann es nicht geben. Danach blickte der König noch in die Zukunft und sagte: «Armon hat das Potenzial, um unseren Sport in den nächsten Jahren zu dominieren.»

Glarner vs. Orlik: Der Schlussgang 2016

7:12 min, vom 28.8.2016

Erfolgreichster Schwinger des Jahres

Tatsächlich hat es der in Maienfeld wohnende Bauingenieur-Student Orlik mit seinen 21 Jahren schon weit gebracht. In Bezug auf die Festsiege war der «Newcomer des Jahres» der erfolgreichste Schwinger des ablaufenden Jahres.

Nebst drei Kantonalfesten im Nordostschweizer Verband gewann er das Nordostschweizer Teilverbandsfest, den Schwägalp-Schwinget und in der Fremde den ebenfalls zu den Bergkranzfesten gehörenden Weissenstein-Schwinget. Damit war ihm auch der 1. Rang in der Jahreswertung sicher.

Ein Topathlet, dem die Zukunft gehört

Die Fachleute waren sich lange nicht einig, was die vielen Festsiege zu bedeuten hatten, zumal Orlik die meisten davon im eigenen Verbandsgebiet errang. Die Expedition zum Schwarzsee-Schwinget missriet. Er musste sich dort der Berner Übermacht beugen und ohne Kranz heimreisen.

Seit dem Auftritt am Eidgenössischen Fest wissen jedoch alle, wie sie Orliks Leistungsvermögen einzuschätzen haben. Er ist ein Topathlet, der, wenn er gesund bleibt, in den nächsten Jahren keinen anderen Bösen fürchten muss.

Sendebezug: SRF 1, «Sports Awards», 18.12.2016, 20:10 Uhr