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Traditionsklub in der Krise Floorball Chur droht historischer Abstieg

Floorball Chur taumelt einmal mehr der Zweitklassigkeit entgegen. Der Präsident bleibt trotzdem optimistisch.

Chur war einst die Top-Adresse im Schweizer Unihockey der Männer. In den 90er-Jahren dominierte Rot-Weiss-Chur die Liga fast nach Belieben und holte Titel um Titel. Anfang der 2000er spielte mit Torpedo Chur sogar noch ein zweiter Klub aus dem Bündner Hauptort in der obersten Liga.

Doch die glorreichen Zeiten sind längst Geschichte. Der letzte Meistertitel datiert aus dem Jahr 2003, ein Jahr darauf fusionierten die beiden Klubs. Seit dieser Saison spielt Floorball Chur United in einer neuen Halle, doch sportlich ging es weiter bergab.

In der Playout-Serie (Best-of-3) gegen Basel liegen die Bündner mit 0:1 im Hintertreffen. «Abstiegsangst ist keine da, wir sind sehr optimistisch, dass wir das schaffen», versprüht Präsident Stefan Caprez Zuversicht. «Einen gewissen Respekt vor der Aufgabe haben wir aber, sonst ist es dann wirklich vorbei.»

Kein Rettungsschirm

Die Situation ist für Chur nicht neu. Schon zweimal konnte sich der Klub in den letzten Jahren erst in der Relegation gegen das beste NLB-Team retten. Diesen Rettungsschirm gibt es in dieser Saison allerdings nicht. Der Verlierer der Playout-Serie steigt direkt ab.

Von der einstigen Hochburg des Unihockeys ist in Chur nicht mehr viel zu sehen. «Diesen Status haben wir längst verloren. Das Unterland hat uns massiv überholt. Wir stellen auch fest, dass die Vereinstreue nicht mehr die gleiche wie früher ist.» Gute Spieler würden zu anderen Klubs im Unterland wechseln, weil sie dort studieren gehen, erklärt der Präsident.

Was Goalie Christoph Reich zur sportlichen Krise sagt und welche Massnahmen bei einem Abstieg ergriffen werden würden, erfahren Sie im Audio-Beitrag oben.

Radio SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 25.03.2026, 17:30 Uhr ; 

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