- Zug United gewinnt Spiel 2 im Playoff-Halbfinal bei Floorball Thurgau mit 6:3 und stellt in der Serie auf 2:0.
- Vor über 1'200 Fans in Amriswil erzielt Zug-Stürmer Sami Johansson gleich vier Tore.
- In der anderen Halbfinal-Serie erhöht Rychenberg Winterthur gegen Quali-Sieger Wiler-Ersigen auf 2:0.
Am Ende waren es einmal mehr die überragenden Zuger Import-Spieler, die bei Floorball Thurgau für den Unterschied sorgten. Alle Skorerpunkte der Gäste gingen in Amriswil auf das Konto der Ausländer. Zur überragenden Figur avancierte Sami Johansson: Der Finne in Diensten des Titelverteidigers führte die Zentralschweizer quasi im Alleingang zum 6:3-Sieg in Amriswil.
Es war ein Sieg, der besonders die Kaltschnäuzigkeit und individuellen Qualitäten Zugs unter Beweis stellte. Die ersten beiden Drittel hatten nämlich noch klar den Gastgebern gehört. Thurgau zeigte sich sichtlich beflügelt vom rekordhohen Publikumsaufmarsch – über 1'200 Fans strömten in die Sporthalle Tellenfeld in Amriswil – und drückte gegen den Branchenprimus lange auf den Führungstreffer.
Schnelle Zuger Wende
Dieser gelang dem Cupsieger in der 32. Minute. Elia Seiler schaltete nach einem geblockten Zuger Schuss schnell um und erwischte Goalie Nils Schälin mit seinem gezogenen Schuss im kurzen Eck. Die vielumjubelte Thurgauer Führung währte aber nur gut 4 Minuten. Johansson konnte die Partie mit einem präzisen Schuss ausgleichen und führte nach einer Laser-Vorlage Albin Sjögrens vor Ende des Mitteldrittels auch noch das 2:1 herbei.
Die Führung gab Zug bis zum Schluss nicht mehr her. Nur 36 Sekunden nach Anbruch des dritten Abschnitts machte Johansson seinen Hattrick perfekt. In der 51. Minute stand es nach Toren von Justus Kainulainen und wieder Johansson 5:1 für Zug. Thurgau versuchte es in der Folge mit einem sechsten Feldspieler, doch das zweite Tor wollte trotz vieler Chancen (vorerst) nicht gelingen.
Erst nach dem 6:1 durch Sjögren erzielten die Hausherren noch zwei Treffer – beide allerdings in der 60. Minute und damit zu spät, um noch ein Comeback einzuläuten.
Rychenberg stellt in extremis auf 2:0
In der anderen Halbfinal-Serie hat Rychenberg Winterthur gegen Quali-Sieger Wiler-Ersigen auch das zweite Spiel gewinnen können. Nach dem klaren 6:1-Auswärtssieg zum Auftakt ging es am Ostermontag in der ausverkauften Winterthurer Arena enger zu und her. Der HCR setzte sich mit 6:5 nach Verlängerung durch.
Beinahe wäre es aber gar nicht erst dazu gekommen. Der 5:5-Ausgleichstreffer durch Tim Aeschimann war nämlich nur 8 (!) Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit gefallen. In der Verlängerung erzielte Noah Püntener nach 8:20 Minuten das entscheidende Tor.