Mit dem HC Rychenberg erreichte Nicola Bischofberger in der letzten Saison Historisches: Am Ende seiner dritten Saison bei den Winterthurern stand mit dem Cupsieg der erste Titel des Klubs seit 29 Jahren.
Obwohl der zweikampfstarke Verteidiger viel zum Erfolg beisteuerte, ging es danach nicht weiter. Klub und Spieler hatten unterschiedliche Vorstellungen über die künftige Rolle Bischofbergers. Dieser zog die Konsequenzen und heuerte zum insgesamt dritten Mal in seiner Karriere bei Wiler-Ersigen an. 2019 hatte er mit den Bernern den bisher letzten Schweizer Meistertitel des Vereins gefeiert.
Erfolge in Schweden gefeiert
Im Playoff-Halbfinal kommt es ab Samstag prompt zum Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften. «Ich freue mich riesig, ich kenne praktisch das ganze Team noch. Es wird sicher sehr speziell», sagt der 31-Jährige vor dem Wiedersehen mit den Rychenberger Ex-Kollegen.
Bischofberger ist in seiner Karriere weit herumgekommen. Zweimal durfte er sich in Schweden beweisen. Mit dem Spitzenteam Falun wurde er 2017 Meister. Von 2020 bis 2022 lief er für Linköping auf. Für das Schweizer Nationalteam bestritt er insgesamt 99 Länderspiele, die Heim-WM 2022 bezeichnet er als Highlight.
Tritt Bischofberger als Meister ab?
Einen runden Abschluss soll die Laufbahn des Ostschweizers nun bei Wiler-Ersigen finden. Ende Saison ist nämlich Schluss: «Ich spüre mentale wie auch physische Müdigkeit. Der Spagat zwischen Spitzensport, Familie und Arbeit hat seine Spuren hinterlassen. Es ist der richtige Moment für mich, dieses Kapitel zu schliessen.»
Quali-Sieger und Rekordmeister Wiler geht als klarer Favorit in die Best-of-7-Serie. Rychenberg ist aber nicht zu unterschätzen: Als 7. der Regular Season gelang den Winterthurern im Viertelfinal gegen die Tigers Langnau (3.) überraschend ein «Sweep». 2 der 4 Siege errang Rychenberg in der Verlängerung.