Zum Inhalt springen

Header

Zur Übersicht von Play SRF Audio-Übersicht

Volley: Topskorer bei Giesen Im 2. Anlauf hat Nati-Shootingstar Migge im Ausland eingeschlagen

Lars Migge startete in der abgelaufenen Saison in Deutschland durch. Nun will er den Schwung in die Nati mitnehmen.

Die Schweizer Volleyball-Nati startet ab Freitag in die European League, welche die 1. Phase der EM-Qualifikation darstellt. Einer, der dabei eine tragende Rolle einnehmen dürfte, ist Lars Migge. Der 22-jährige Angreifer kommt nach einer starken Saison als zweitbester Skorer der deutschen Bundesliga mit viel Selbstvertrauen zur Nati.

Dass Migge in Giesen sogleich durchstartete, ist alles andere als selbstverständlich. Die Saison davor, als er in Frankreich sein erstes Engagement im Ausland angetreten hatte, lief nämlich nicht nach Wunsch. Migge tat sich mit den Anweisungen des Trainers schwer, er verlor zeitweise gar die Freude am Volleyballspielen: «Es gab Monate, da hatte ich gar keine Lust, ins Training zu gehen. Es machte wirklich keinen Spass mehr.»

Fernziel Polen oder Italien

Daher folgte nach nur einem Jahr der Wechsel in die deutsche Bundesliga. In Giesen fühlte sich Migge auf Anhieb wohl. Nicht zuletzt, weil er als schweizerisch-deutscher Doppelbürger viele Verwandte in Deutschland hat, die oft an seine Spiele kommen. «Es macht Spass. Ich konnte viel Verantwortung übernehmen», sagt Migge. Das habe sich positiv ausgewirkt.

Migges Fernziel bleibt der Wechsel in eine europäische Topliga, also nach Polen oder Italien. Die nähere Zukunft heisst aber weiterhin Giesen, wo der St. Galler seinen Vertrag im Februar bis 2027 verlängerte.

Grosse Vorfreude

Vorerst gilt Migges Fokus aber der Nationalmannschaft. Obwohl die Saison im Klub schon seit rund einem Monat vorbei ist, habe er keine Mühe gehabt, die Spannung wieder aufzubauen: «Das war nicht schwierig. Ich freue mich immer mega, hier zu sein. Die Jungs sind schon lange Bestandteil meines Lebens.»

In den sechs Partien der European League geht es Migge primär um die EM-Qualifikation. Die Gegner könne die Schweiz allesamt schlagen. Man sollte sich aber auf die eigenen Fähigkeiten konzentrieren: «Wir spielen unser bestes Volleyball und schauen dann, was passiert.»

Radio SRF 1, 1.6.2026, Bulletin um 18:45 Uhr ; 

Meistgelesene Artikel