Mit der European League wird sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen am Freitag die 1. Phase der EM-Qualifikation für die Endrunden 2028 eingeläutet. Dabei kommt ein neuer Modus zum Tragen.
Um sich bereits in der 1. Tranche das EM-Ticket zu holen, muss die Schweiz jeweils in die Top 4 der Gesamtrangliste der European League kommen. Insgesamt treten an:
- 27 Teams bei den Männern
- 24 Teams bei den Frauen
Die National-Auswahlen bestreiten jeweils 6 Spiele gegen 6 verschiedene Gegner.
Gastgeber und Topteams automatisch qualifiziert
Wie bei der Champions-League-Ligaphase im Fussball wird danach eine Gesamtrangliste erstellt. Die besten 4 Teams bestreiten ein Finalturnier und haben das EM-Ticket vorzeitig auf sicher.
Bereits qualifiziert für die EM sind zudem die jeweiligen 4 Gastgeber-Länder (die abgesehen von Montenegro bei den Männern noch nicht feststehen) sowie die zusätzlichen besten 8 europäischen Equipen der Weltrangliste. Qualifiziert sich eines der Top-8-Teams über die European League, rutscht das nächste europäische Team der Weltrangliste nach. Deshalb sind auch die Ranglisten-Punkte, die es für Siege in der European League gibt, von zentraler Bedeutung.
Männer vor Revanche
Während die Männer für den Auftakt nach Spanien reisen und dort auf den Gastgeber sowie Bosnien-Herzegowina treffen, sind die Frauen in Finnland mit Partien gegen die Nordländerinnen und Albanien gefordert. Die Partien finden am Freitag und Samstag statt.
«Gegen Spanien wird es speziell», sagt Nati-Spieler Fabrice Egger. Die Iberer habe man in der letzten EM-Qualifikation überrumpelt, «nun sind wir besser gesetzt als sie, obwohl sie eigentlich immer noch als Favoriten gelten. Das wird ein cooles ‹Battle›.»
2 Leistungsträgerinnen fallen aus
Bei den Frauen fehlen mit Maja Storck (verletzt) und Laura Dervisaj-Künzler (Verzicht nach kräftezehrender Saison in Italien, um kleinere Blessuren auszuheilen) aktuell 2 Leistungsträgerinnen.
Dennoch ist die Marschrichtung klar, vor allem nachdem die EM in diesem Jahr verpasst worden ist. «Das war sehr schade. Umso wichtiger ist es, dass wir es dieses Jahr schaffen», so Julie Lengweiler. Ihr ist bewusst: «Es wird nicht einfach, aber es ist nicht unmöglich.»
Highlight Heimturnier
Ein besonderes Highlight für Swiss Volley ist dann das Heimturnier eine Woche später in der European League (12. bis 14. Juni). In der Krienser Pilatus Arena treffen die Männer auf Luxemburg und Ungarn, während sich die Frauen mit Georgien und Österreich messen (die Spiele sind live bei SRF zu sehen).