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Wegen finanziellen Sorgen Bobpilot Bracher hört auf

Mit 31 Jahren ist Schluss: Clemens Bracher beendet seine Karriere als Bobpilot.

Clemens Bracher blickt nachdenklich in die Gegegend.
Legende: Nachdenklicher Bracher Die Motivation wäre noch vorhanden, die finanzielle Zukunft scheint ihm aber zu unsicher. Keystone

Nach acht Jahren als Bobpilot hat sich Clemens Bracher entschieden, seine Karriere zu beenden. Der 31-jährige Emmentaler nennt die unsichere finanzielle Zukunft als Hauptgrund, nicht einen weiteren Olympia-Zyklus anzuhängen.

«Der Abgang kommt auch für mich zu früh. Die Motivation, Grosses zu erreichen, wäre noch vorhanden. Die Vernunft obsiegt aber über Leidenschaft und Kampfwille», schreibt er in einer Mitteilung.

Ein Paukenschlag zum Start

Bracher erreichte im Februar in Pyeongchang die Plätze 14 (Vierer) und 16 (Zweier). Dabei war er zuvor in der Olympia-Saison vielversprechend unterwegs gewesen.

So war Bracher im Dezember bei seinem ersten Weltcup-Einsatz in Winterberg im kleinen Schlitten mit Anschieber Michael Kuonen gleich ganz an die Spitze vorgeprescht. Kurz darauf holte er ebenfalls mit Kuonen in Innsbruck EM-Silber.

Legende: Video Sensationssieg beim Weltcup-Debüt abspielen. Laufzeit 2:37 Minuten.
Aus sportaktuell vom 09.12.2017.

Schweizer Weltcup-Pilot? Fehlanzeige!

Vor Bracher war schon Rico Peter zurückgetreten – dem Aargauer fehlten die Hinterleute für ein kompetitives Team. Somit steht der nationale Verband Swiss Sliding aktuell ohne einen Weltcup-Piloten da.

Nachwuchs-Chef bringt Michael Vogt ins Rennen

«Michael Vogt erfüllt die Vorgaben, die zu einer Teilnahme am Weltcup berechtigen», stellt Christoph Langen, der Chef Nachwuchs des schweizerischen Bobverbandes, klar. Weiter sagt er: «Wir haben das noch nicht abgesprochen, aber aus meiner Erfahrung denke ich, dass wir das probieren.» Die Schweiz könnte also nächstes Jahr trotz den Rücktritten einen Weltcupfahrer stellen.

Langen betont allerdings, dass man die Jungen nicht verheizen darf und sorgfältig an die Sache herangehen muss. Auch sollen sie nicht gleich zu den Rettern der Nation werden müssen. Dass man innerhalb eines halben Jahres um die Medaillen mitfahren kann, sei laut Langen ebenfalls «sehr, sehr unwahrscheinlich.»

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