Nach dem Sechseläuten am Montag ist die Bühne in Zürich frei für eine Randsportart: Von Dienstag bis Sonntag trifft sich im Hauptbahnhof die internationale Squash-Elite. Der Grasshopper Cup hat sich auf der Tour etabliert und gehört zu den grösseren Turnieren. Ausgeschüttet werden bei Frauen und Männern insgesamt je 133'000 Dollar Preisgeld.
Dimitri Steinmann hatte sich für den Heimauftritt viel vorgenommen. Bereits in der ersten Runde musste der bestklassierte Schweizer (Nummer 17 der Welt) allerdings die Segel streichen. Gegen den Spanier Iker Pajares (Nummer 28) verlor er in zwei Sätzen 8:11, 11:13. «Ich bin nicht zufrieden mit meiner Leistung. Ich habe zu viele Fehler gemacht», zeigte sich der Zürcher Oberländer enttäuscht.
Müller als einziger Schweizer noch im Turnier
Steinmann war nicht der einzige Lokalmatador, dem ein Erfolg verwehrt blieb. Yannick Wilhelmi, David Bernet und Louai Hafez bei den Männern sowie Cindy Merlo und Ambre Allinckx bei den Frauen ereilte in der ersten Runde dasselbe Schicksal.
Nur Routinier Nicolas Müller (Weltnummer 30) hält noch die Schweizer Fahne hoch. Der 36-Jährige kam gegen den 10 Positionen besser klassierten Franzosen Baptiste Masotti zwar zunächst unter die Räder. Den ersten Satz verlor er deutlich 3:11. Dann drehte Müller aber auf und setzte sich doch noch in drei Durchgängen durch.
Besondere Atmosphäre im Zürcher HB
Neben einer aggressiveren Spielweise habe auch die Unterstützung des Publikums ihren Beitrag zur Wende geleistet, fand der Zürcher. «Ich konnte daraus Energie ziehen.»
Die Halle des Hauptbahnhofs ist erst zum zweiten Mal Austragungsort des GC Cups. «Es war ein Kindheitstraum, einmal hier zu spielen. Es gibt nichts Schöneres, als in der Schweiz antreten zu können», so Müller. Am Donnerstag bekommt es der Schweizer im Achtelfinal mit dem Waliser Joel Makin zu tun, der Nummer 5 der Welt.