Ein Wettbewerb der World Surf League (WSL) musste am Montag vorübergehend unterbrochen werden, nachdem ein australischer Fotograf im Wasser mutmasslich von einem Seelöwen in den linken Fuss gebissen worden war. Nach dem Vorfall vor Raglan auf der Nordinsel von Neuseeland sei die Alarmstufe Rot ausgelöst worden, berichtete WSL-Vizepräsident Renato Hickel.
Olympiasieger Italo Ferreira und sein brasilianischer Landsmann Yago Dor duellierten sich gerade im Halbfinal, als sich der Angriff ereignete. Der Arzt, der den Fotografen behandelt habe, «neigte zu der Annahme, dass es ein Seelöwe und kein Hai war», sagte Hickel.
Erster «Code Red»
Nach Angaben von Hickel wurde ein «Code Red» zum ersten Mal überhaupt bei einem WSL-Wettkampf ausgelöst. Das Sicherheitsprotokoll war eingeführt worden, nachdem der australische Surfer Mick Fanning in Jeffreys Bay in Südafrika von einem Hai angegriffen worden war. Fanning sagte damals, es sei ein «Wunder» gewesen, dass er den Angriff unverletzt überstanden habe.