Traditionsgemäss wird die Schweizer Delegation bei der Schlussfeier von Olympischen Spielen von einer Medaillengewinnerin oder einem Medaillengewinner angeführt. Auch bei Milano Cortina 2026 ist dies der Fall. Alina Müller, die mit dem Schweizer Eishockey-Nationalteam am Donnerstag in Mailand Bronze eroberte, wird an der Schlussfeier in Verona die Schweizer Fahne tragen.
Die Eishockeyanerinnen bilden bei der finalen Zeremonie die grösste Gruppe der noch vor Ort weilenden Delegation. Rund 30 Athletinnen und Athleten dürften bei der Schlussfeier im Namen von Swiss Olympic teilnehmen. Die Nati der Frauen hatte übrigens die Eröffnungsfeier am 6. Februar unmittelbar nach dem Startspiel (4:3 n.P. gegen Tschechien) verpasst. Infolge eines Norovirus-Vorfalls war das Team des scheidenden Headcoachs Colin Muller kurzfristig isoliert worden.
Eine Feier jagt die nächste
Alles Schnee von gestern: Nun schlüpft Müller bei der Schlussfeier in die Rolle der Protagonistin. Die 27-Jährige hatte wie schon beim Bronze-Coup 2014 in Sotschi entscheidenden Anteil an der Medaille. Vor 12 Jahren in Russland erzielte sie gegen Schweden das entscheidende 4:2. In Mailand sorgte die längst zur Leistungsträgerin gereiften Söldnerin in der nordamerikanischen Topliga PWHL mit ihrem Treffer zum 2:1 in der Verlängerung wiederum gegen Schweden für frenetischen Schweizer Jubel.
Am Montag, dann zurück in der Heimat, geht der Reigen an Feierlichkeiten für Müller und Co. weiter. Dann wird die gesamte Equipe in Kloten für ihren Bronzegewinn bei den 25. Winterspielen geehrt. Die Feier kann ab 18:15 Uhr in der Sport App sowie auf der SRF-Webseite im Livestream verfolgt werden. Die Ankunft des Teams ist für 18:30 Uhr vorgesehen.
Müller tritt als Schweizer Fahnenträgerin bei der Schlussfeier in die Fussstapfen von Ryan Regez. Dem Skicross-Olympiasieger von 2022 war vor 4 Jahren in Peking die Ehre zuteil gekommen. Bei der Eröffnungsfeier Milano Cortina 2026 waren Fanny Smith (Skicross) und Nino Niederreiter (Eishockey) zum Zug gekommen.