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Deschwanden feiert mit Fähndrich: Silber als grösster Erfolg und eine offene Zukunft

Vor ihrer Abreise spricht Nadine Fähndrich über ihre Silbermedaille im Teamsprint. Wie es mit der Karriere weitergeht, lässt sie offen.

Drei WM-Medaillen konnte Nadine Fähndrich vor ihren dritten Olympischen Spielen in Milano Cortina 2026 ihr Eigen nennen. Doch an den Wettkämpfen im Zeichen der Ringe musste sich die Luzernerin mit zwei Diplomen begnügen. Bis am Mittwoch, als sie sich an der Seite von Nadja Kälin mit einem famosen Schlussspurt die Silbermedaille im Teamsprint sicherte.

Fähndrich hat keine Mühe damit, die Silbermedaille in ihrem Palmarès einzuordnen. «Sie ist klar zuoberst. Eine Olympiamedaille zu gewinnen, ist etwas vom Speziellsten. Es ist auch ein Kindheitstraum, der in Erfüllung geht», so die 30-Jährige einen Tag nach ihrem Silber-Coup.

Ich habe mir dann einen Tag gegeben, an dem ich im Selbstmitleid schwimme.

Nach der Staffel kam das Tief

Nach der Enttäuschung im Einzelsprint habe sie sich auch zur eigenen Überraschung wieder aufraffen können. Erst nach der Staffel (am Samstag) sei sie in ein Loch gefallen. «Ich wusste nicht, ob ich für den Teamsprint bereit sein werde. Ich habe mir dann einen Tag gegeben, an dem ich im Selbstmitleid schwimme und mir gesagt, dass ich danach zurückkomme.»

Auf dem Weg zurück half ihr auch ihr engstes Umfeld. «Sie haben mich wieder in die Spur gebracht.» Auch für ihre Familie und Freunde sei es eine strenge Zeit gewesen. «Sie waren nach dem Rennen recht kaputt.»

Feier mit Deschwanden

Fähndrich hatte nach dem Teamsprint bestätigt, dass sie an den Olympischen Spielen in vier Jahren nicht mehr dabei sein wird. Auch über die weitere Zukunft ihrer Karriere hat sie sich schon Gedanken gemacht. Doch der Entscheid müsse rational getroffen werden. Momentan würde dieser noch zu sehr von den derzeit dominierenden Emotionen getragen werden.

Die unmittelbare Zukunft sieht am Freitag die Rückreise in die Schweiz vor. Am Dienstag findet in Horw ein grosser Empfang statt. Weil Skispringer Gregor Deschwanden im gleichen Skiklub ist, kommt die Gemeinde im Vorort von Luzern gleich zu einer doppelten Feier. «Gross vorbereiten muss ich mich nicht, aber die Medaille darf ich nicht vergessen.»

SRF zwei, sportlive, 19.02.2026, 17:55 Uhr ; 

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