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Die Stimmen zum Aerials-Final «Minimalist» Roth tritt in die Fussstapfen seiner Mutter

Mit Noé Roths Silber hat seine Familie nun zwei Olympiamedaillen vorzuweisen. Mutter Colette legte vor 28 Jahren vor.

«Der Minimalismus hat gesiegt», sagte Colette Roth-Brand, nachdem ihr Sohn Noé soeben Silber im Aerials in Livigno geholt hatte. Olympiabronze zierte bereits das Hause Roth, welches die Mutter 1998 in Nagano gewonnen hatte.

Was Roth-Brand anspricht: Als 12. schaffte der Sohnemann den Einzug in die Finals äusserst knapp. Nach einem nicht perfekten Sprung fiel er in der Qualifikation Rang um Rang zurück, ehe es doch noch reichte. «Die Zitterpartie war furchtbar. Aber es ist genau aufgegangen», so die Mama. «Er ist im Leben schon ein Minimalist, aber heute wollte er das eigentlich nicht.» Zum Glück der Familie Roth sei das am Ende aufgegangen.

Und wie. Auf Gold fehlten dem 25-Jährigen 1,02 Punkte. Dem Sieg trauerte Roth aber nicht nach. «Freude, Stolz und einfach alle guten Emotionen», fühlte der Luftakrobat nach seinem Silber-Kunststück. Nach der 2. Medaille für die Familie Roth blickte der Zuger aber bereits nach vorne: «Jetzt muss ich halt in vier Jahren nochmals eine holen.» Welche Farbe den Medaillensatz der Roths komplettieren würde, ist klar: Gold.

Auch Vater Michel Roth, der gleichzeitig als Trainer des Schweizer Aerials-Teams fungiert, war unglaublich stolz auf seinen Sohn. «Es ist ein Traum, ich kann es nicht anders sagen. Wir haben immer daran geglaubt.»

Sein zweiter Schützling, Pirmin Werner, schrammte im Super-Final als 5. an einer Medaille vorbei. «Er war nah dran, es tut mir extrem leid für ihn. Er hätte es verdient gehabt», so der Trainer. Die Zusammenarbeit des Schweizer Duos helfe beiden Athleten: «Sie sind beide so gut, weil sie sich gegenseitig pushen und sich alles gönnen.»

Für Michel Roth waren es wohl die letzten Olympischen Spiele in der Coach-Funktion: «Es ist an der Zeit, dass jemand anderes übernimmt.» Die Suche nach einem Nachfolger, der das Team 2030 in den Französischen Alpen leiten wird, laufe bereits.

Milano Cortina 2026

SRF zwei, sportlive, 20.02.2026, 13:30 Uhr ; 

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