Lukas Britschgi steht vor seinen zweiten Winterspielen. Vor vier Jahren resultierte für den Schaffhauser bei seiner Olympia-Premiere ein 23. Rang. Seither ist einiges geschehen: Britschgi wurde an der WM Achter (2023) und Sechster (2024), er brillierte 2025 als Europameister und 2026 war sein 4. EM-Rang bereits eine leise Enttäuschung.
Der Eiskunstläufer Britschgi ist nicht mehr mit dem Athleten von 2022 zu vergleichen und er denkt auch nicht mehr in Sphären von einem 23. Rang. Im Gegenteil. Britschgi setzt seine Ziele hoch und träumt gross.
«Bestleistung zu laufen wäre ein ganz grosser Traum. Mit einer persönlichen Bestleistung sollte es hoffentlich in die Top 8 reichen», sagt Britschgi, der nur allzu gerne ein olympisches Diplom mit nach Hause nehmen würde. Doch der Schaffhauser weiss: «Die Konkurrenz schläft nicht.»
Er will die 274 Punkte knacken
Um einen neuen persönlichen Punkterekord aufzustellen, müsste Britschgi in Mailand seine Bestmarke von 274,09 Zählern – gelaufen an der WM 2024 – verbessern. Dass er selbst dann die Top 8 und ein Diplom verpassen könnte, zeigt ein Blick auf 2022: In Peking totalisierte der achtplatzierte Russe Jewgeni Semenenko 274,13 Zähler, was ziemlich genau Britschgis Bestleistung entspricht.
Am Dienstag wird der Männer-Wettkampf mit dem Kurzprogramm lanciert (ab 19:20 Uhr – live zu sehen bei SRF). Bereits dann muss Britschgi in der Nähe des Optimums laufen, wenn die Top 8 für die Kür vom Freitag (ab 19:00 Uhr) ein realistisches Ziel bleiben sollen.
Am Tag X abliefern
Seit seinem 4. Platz vor drei Wochen an der EM in Sheffield hat Britschgi hart gearbeitet. «Ich bin physisch ans Limit gegangen, um in Form zu bleiben, und habe technisch viel gemacht», erklärt er. Britschgi fühlt sich «mental und physisch gut» und ist zuversichtlich, dass er seine beste Leistung am Tag X abrufen kann.
In seinem Fall wären es dann zwei Tage X – am Dienstag und am Freitag.