«Es ist noch nicht vorbei. Ich bin für die Kür zuversichtlich», hatte Lukas Britschgi am Dienstag gesagt. Der Schaffhauser war im Kurzprogramm an den Olympischen Spielen nach einem Sturz bei der Kombination Vierfach-/Dreifach-Toeloop nicht über Rang 19 hinausgekommen.
Hoffnung schöpft der 27-jährige Europameister von 2025 aus seinen guten Trainingsleistungen und der engen Ausgangslage im Teilnehmerfeld: «Ich glaube, da wird sich schon noch etwas verschieben.» Die Kür steigt am Freitag ab 19:00 Uhr (live auf SRF zwei).
Sprung nach oben möglich
Mit seinen 80,87 im Kurzprogramm erhaltenen Punkten liegt der Schaffhauser 8,07 Zähler hinter Andrew Torgashev (USA), der momentan den Diplom-Platz 8 belegt. Ein olympisches Diplom war vor den Spielen Britschgis Zielsetzung gewesen.
Der Schweizer weist einen Saisonbestwert in der Kür von 170,36 Punkten auf – deutlich höher als zum Beispiel Torgashev (161,84). Er läuft diese Saison zu einem orientalischen Medley mit Musik von Jeff van Dyck, Hakan Glänte, Rafael und Andrea Krux sowie India Happy.
Weil Britschgi in der ersten Gruppe antritt, muss er allerdings auf die Objektivität der Jury hoffen – erfahrungsgemäss werden die Athleten dieser vermeintlich leistungsschwächsten Gruppe tendenziell leicht unterbewertet.
Malinin vor Doppel-Gold – halten die Nerven?
An der Spitze steigt in Mailand Wunderkind Ilia Malinin (USA) mit einem Fünfpunkte-Polster auf Yuma Kagiyama (JPN) in die Kür. Der 21-Jährige kann sich eigentlich nur selber schlagen: Er hält mit sagenhaften 238,24 Punkten den Kür-Weltrekord, erzielt beim Grand-Prix-Final im Dezember.
Allerdings hatte der Doppelweltmeister im olympischen Team-Event auch einige Wackler drin. Im Kurzprogramm lag Malinin hinter Kagiyama, in der Kür kam er auf 200,03 Zähler. Zu Gold für das US-Team reichte es trotzdem.