- Mathilde Gremaud (1.) und Giulia Tanno (10.) qualifizieren sich an den Olympischen Spielen für den Slopestyle-Final im Ski Freestyle.
- Sarah Höfflin verpasst diesen als 13. hauchdünn.
- Auch bei den Männern ist die Schweiz im Final zweifach vertreten: Andri Ragettli und Kim Gubser überstehen die Quali.
Mathilde Gremaud hat den Einzug in den Olympia-Slopestyle-Final der besten 12 vom Montag ohne Mühe geschafft. Die Freiburgerin erzielte in Livigno mit 79,15 Punkten das beste Ergebnis im 26-köpfigen Qualifikationsfeld.
Bereits an den ersten ihrer zwei Runs (76,68 Punkte), in den Gremaud noch einiges an Sicherheit eingebaut hatte, kam keine Konkurrentin heran. Im zweiten hatte sie zwar einen kleinen Wackler, führte die Grabs aber noch etwas besser aus und steigerte sich damit um wenige Zähler.
Zwischen Qualifikation und Final feiert Gremaud, die vor vier Jahren in Peking Slopestyle-Gold holte, am Sonntag noch ihren 26. Geburtstag. Mit einem Tag Verspätung könnte sie sich am Montag (ab 12:30 Uhr live bei SRF) mit ihrer insgesamt vierten Olympiamedaille selbst beschenken.
Tanno dabei, Höfflin im Pech
Neben Gremaud wird mit Giulia Tanno noch eine zweite Schweizerin um die Medaillen kämpfen. Die Bündnerin, die nach ihrer leidgeplagten Verletzungsgeschichte erstmals bei Olympia dabei ist, kam im zweiten Run auf 57,01 Punkte, was für den 10. Platz reichte.
Gleich doppeltes Pech bekundete derweil Sarah Höfflin. Auf die 12.-platzierte Italienerin Maria Gasslitter fehlte ihr am Ende die Winzigkeit von 0,16 Punkten. Die 35-jährige Genferin hatte sich nach einem gelungenen 2. Durchgang lange Hoffnungen auf die Finalqualifikation machen dürfen. Auch im ersten war sie gut unterwegs gewesen, hatte beim ersten Sprung aber wie schon im Training einen Ski verloren und war gestürzt. Anouk Andraska, die sich noch von einer Gehirnerschütterung erholt, verzichtete auf einen Start.
Gu hält Druck stand
Nachdem sie im ersten Anlauf nur gerade bis zum ersten Rail gekommen war, stand Eileen Gu im zweiten Run bereits gehörig unter Druck. Diesem hielt der Superstar aus China aber stand. Gu dosierte das Risiko und totalisierte 75,30 Punkte. Das reichte zu Platz 2 und damit zur letztlich doch noch lockeren Finalqualifikation. Die Silbermedaillengewinnerin von Peking dürfte erneut Gremauds härteste Widersacherin im Kampf um Gold sein.