- Johannes Hösflot Kläbo sichert sich im Val di Fiemme Olympiagold im 10-km-Rennen in freier Technik.
- Der Norweger, der zuvor in Milano Cortina schon Skiathlon und Einzel-Sprint für sich entschieden hat, egalisiert mit der 8. Goldmedaille den Rekord an Olympischen Winterspielen.
- Silber holt der Franzose Mathis Desloges, Bronze Kläbos Landsmann Einar Hedegart. Die Schweizer Beda Klee (21.) und Nicola Wigger (24.) schlagen sich achtbar.
Lange sah es danach aus, als könnte Skating-Spezialist Einar Hedegart auf dem strengen Kurs im Val di Fiemme mit seinen vielen Höhenmetern die nächste Goldmedaille seines norwegischen Landsmannes Johannes Hösflot Kläbo verhindern. Der frühere Biathlet, der im Weltcup in dieser Disziplin zuletzt zwei Siege gefeiert hatte, startete schnell. Hedegart lag bei Rennhälfte und auch noch nach 7,4 der 10 km rund 5 Sekunden vor Kläbo. Doch Überflieger Kläbo setzte sich dank einem furiosen Schlussteil in Tesero doch wieder durch.
Hedegart musste bei frühlingshaften Temperaturen dem schnellen Beginn Tribut zollen und fiel auch noch hinter den Franzosen Mathis Desloges (+4,9 s) auf Rang 3 zurück. Auf die Bestzeit fehlten dem 24-Jährigen satte 14 Sekunden. Desloges hatte bereits im Skiathlon Rang 2 hinter Kläbo belegt.
Kläbo egalisiert Rekord – und hat ihn wohl bald für sich alleine
Dieser Kläbo wiederum katapultierte sich mit dem 3. Gold bei Milano Cortina 2026 (auch der Einzel-Sprint war an ihn gegangen) endgültig in den elitären Zirkel der allergrössten Olympioniken: Kläbo ist neben seinen Landsleuten Marit Björgen, Björn Dählie (beide Langlauf) und Ole Einar Björndalen (Biathlon) der erst 4. Athlet, der an Olympischen Winterspielen 8 Goldmedaillen gewonnen hat.
Aus Schweizer Sicht zeigten Beda Klee (21.) und Nicola Wigger (24.) einen gelungenen Wettkampf. Das Duo verlor 1:16 resp. 1:21 Minuten. Klee schilderte anschliessend: «Ich konnte meine frühe Nummer gut ausnutzen. Es lief viel besser als beim Skiathlon.» Dennoch sei er «nicht voll zufrieden. Ich habe mir mehr vorgenommen.» Wigger sprach von «bombastischen Bedingungen», es habe «wirklich Spass gemacht». Rang 24 sei in seiner schlechtesten Disziplin ein erfreuliches Resultat. Nicht mithalten konnte Noe Näff, dem als 59. auf die Bestzeit über 2:51 Minuten fehlten.
So geht's weiter
Am Samstag und Sonntag steht erst die Frauen-, dann die Männer-Staffel über 4x7,5 km auf dem Programm. Nach einigen Tagen Pause geht es am Mittwoch mit den Teamsprints weiter. Den Abschluss bilden am 21. und 22. Februar die «Königsrennen» über 50 km.