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Medienecho zum Nati-Aus Trotz «couragierter Darbietung»: Die Nati ist «vorne gescheitert»

Die Schweizer Eishockeyaner müssen ein bitteres Out im Olympia-Viertelfinal verarbeiten. Ein Medienspiegel zum Ausgang der Partie gegen Finnland.

Schweizer Eishockeyspieler enttäuscht nach Spiel gegen Finnland.
Legende: Viel Drama und Schmerz Nico Hischier & Co. müssen ein bitteres Viertelfinal-Out verdauen. Elsa/Getty Images

Am Mittwochabend scheiterte die Nati in Mailand im Viertelfinal des olympischen Eishockey-Turniers auf dramatische Art und Weise. Bis 6:06 Minuten vor der Schusssirene hatten die Schweizer gegen Finnland mit 2:0 geführt, ehe sich «Suomi» noch in die Verlängerung rettete. In dieser gelang Artturi Lehkonen nach 3:27 Minuten der entscheidende Treffer zum 3:2. Für Patrick Fischers Team platzte in diesem Moment der grosse Traum von einer Olympiamedaille.

NZZ: «In der 4. Minute der Verlängerung schoss Artturi Lehkonen den Titelhalter in den Halbfinal. Es war ein Treffer mitten ins Schweizer Hockeyherz; er erzeugte dort so viel Schmerz, dass sich ein ganzes Album mit herzzerreissendem Italo-Schlager darüber schreiben liesse.»

Blick: «Das bittere Ende: In der Verlängerung – ausgespielt mit drei gegen drei Feldspielern – entwischt Lehkonen, Verteidiger Dean Kukan verliert für einen Augenblick die Orientierung. Tor. Alles aus. Der Medaillentraum, der ist ausgeträumt.»

Frustration und Stolz

Nach dem Viertelfinal-Out überwiegen in der Schweizer Medienlandschaft sowohl Frust als auch grosser Respekt. Frust, weil es gegen eine so starke Nation wie Finnland ganz knapp (erneut) nicht gereicht hat. Respekt vor einer über weite Strecken vor allem defensiv sehr überzeugenden Leistung der Schweiz.

Watson: «Der Viertelfinal gegen Finnland war ein Lehrstück, das die Limiten unseres Hockeys aufgedeckt hat. Limiten, die wir auch künftig haben werden. Wenn die Grossen mit ihren Besten aus der NHL antreten, reicht es für uns nicht mehr. (...) Die Schweizer sind nicht hinten, sie sind vorne gescheitert: an ihrer Offensivschwäche. Ein dritter Treffer hätte genügt. Zwei sind auf diesem Niveau nicht genug. Und daran wird sich auf Jahre hinaus nichts ändern.»

NZZ: «Bis 72 Sekunden vor Schluss führte die Schweiz gegen den klaren Favoriten Finnland. Fischers Kollektiv zeigte einmal mehr eine couragierte Darbietung; mit etwas mehr Fortune wäre es mit der ersten Halbfinal-Qualifikation der Historie belohnt worden. (...) Die Schweiz darf stolz darauf sein, wie nahe sie Finnland an den Rand des Ausscheidens gebracht hat. (...) So bleibt von Mailand 2026 nicht viel mehr als das allzu vertraute Gefühl einer ehrenvollen Viertelfinal-Niederlage.»

Gnadenloser finnischer Sturm

Ganz ohne Vorankündigung kam das Viertelfinal-Out der Schweiz nicht zustande. Die Finnen zeigten defensiv eine ebenso konzentrierte Leistung und scheiterten in der Offensive immer wieder an Leonardo Genoni. Spät und im Stil einer abgezockten Mannschaft schlugen sie doch noch zu.

Blick: «Die Schweiz steht dank mustergültiger Effizienz und viel Esprit kurz vor dem Olympia-Halbfinal. Dann schaffen die finnischen NHL-Stars Aho, Heiskanen und Lehkonen die Wende. Verdient? Ja. Die Finnen dominieren die Partie, stecken nie auf, schlagen zuletzt gnadenlos zu. Allerdings brauchen sie lange, bis sie aus ihrer Qualität Zählbares schöpfen können.»

Walliser Bote: «Die Schweiz hielt die Partie lange offen und setzte eigene Akzente. Doch im entscheidenden Moment zog ein finnischer Sturm auf – schnell, präzise und kompromisslos. Innerhalb weniger Minuten kippte das Spiel endgültig zugunsten von ‹Suomi›.»

SRF zwei, Milano Cortina live, 18.02.2026, 18:10 Uhr ; 

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